Zwei Sprengungen von Geldautomaten im Saarland verhindert

Polizeimeldung : Sprengung von Geldautomaten in Berus und Hasborn verhindert

Unbekannte haben in der Nacht auf Freitag erneut versucht, einen Geldautomaten in der Volksbankfiliale in Tholeyer Ortsteil Hasborn zu sprengen. Ein Zeuge hatte nach Polizeiangaben vier Personen beobachtet, die vor der Bank Gasflaschen aus einem dunklen Auto ausluden.

Als das Quartett den Zeugen bemerkte, flüchtete es mit einem Pkw, laut Polizei vermutlich ein Mercedes, vom Tatort.

Wenig später, gegen vier Uhr am Morgen, spielte sich eine vergleichbare Szene vor der Sparkasse in Berus ab. Hier luden zwei Männer Gasflaschen aus einem „dunklen Kombi, wahrscheinlich ein Audi mit auffälligen Alufelgen“, wie die Polizei mitteilte. Auch hier rückten die Männer unverrichteter Dinge ab, nachdem sie von Passanten überrascht wurden. Sie flohen in ihrem Pkw in Richtung der französischen Grenze. „Die Täter haben verschiedene Gegenstände zurückgelassen, unter anderem Gasflaschen“, sagt Melanie Mohrbach von der Pressestelle der Polizei. Diese wurden sichergestellt.

In Berus wie auch in Hasborn blieb es demnach lediglich bei dem Versuch, die Geldautomaten zu sprengen. Mehrere saarländische Medien hatten zunächst unter Berufung auf Polizeikreise berichtet, dass es zu einer Sprengung in Berus gekommen sei. Die Polizei hat sich jedoch zwischenzeitlich korrigiert. „Uns war zunächst nur bekannt, dass es eine Explosion gegeben hat“, sagte Polizeisprecherin Mohrbach. Diese Fehlinformation sei wohl aufgrund des Alarms aus der Bankfiliale zustande gekommen.

Derzeit ist noch nicht geklärt, ob die beiden Taten in einem Zusammenhang miteinander stehen und ob es eine Verbindung zu der Serie an Automatensprengungen in den vergangenen Wochen im Saarland gibt. In Merzig, Saarbrücken, Reinheim und zuletzt in Hemmersdorf waren Geldautomaten erfolgreich gesprengt worden und größere Summen an Bargelfd erbeutet worden (wir berichteten).

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