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Die Jury brauchte ordentlich Sitzleder

Im Neunkircher Bürgerhaus stellten sich die Bewerber dem Casting. Foto: Tobias Gölzer
Im Neunkircher Bürgerhaus stellten sich die Bewerber dem Casting. Foto: Tobias Gölzer FOTO: Tobias Gölzer
Neunkirchen. Das neue, im Entstehen begriffene Werk des Musical-Projektes Neunkirchen ist inspiriert durch den Steampunk. In drei Welten werden sich die fantasievollen Gestalten bewegen. Wer dorthin passt, zeigt sich am 9. März. Elke Jacobi

Es war ein strammes Wochenende für die Vier vom Musical-Projekt Neunkirchen. Zwei satte Zwölf-Stunden-Tage haben die künstlerische Leterin, Autorin und Regisseurin Ellen Kärcher (verantwortlich für Choreografie), die musikalischen Leiter und Komponisten Franceso Cottone und Amby Schillo und Produktionsleiter Markus Müller als Vertreter der Stadt hinter sich. Noch einmal hatte man zum externen Casting aufgerufen - über 80 Bewerber waren schließlich eingeladen. Und die zeigten am Samstag und Sonntag von 9 Uhr an bis in den Abend, wie sie singen, tanzen, schauspielern und/oder turnen können. Aus dem gesamten Saarland waren sie angereist. Die Altersstruktur reichte von elf bis 57 Jahre. Lieder und Monologe wurden präsentiert, aber auch zahlreiche Tänzer und vor allem die gewünschten Akrobaten und Turner waren gekommen. Einige mussten dann an ihrem Casting-Tag gleich zwei Mal ran. Sie mussten sich im so genannten Mover-Call beweisen. Das heißt: Zeigen, ob sie in der Lage sind, bestimmte Tanzschritte umzusetzen. "Das waren zwei anstrengende aber auch spannende Tage. Wir durften viele musicalbegeisterte Menschen auf der Bühne erleben. Und dafür möchte ich allen mal danke sagen", lautete das Fazit von Markus Müller gestern auf SZ-Anfrage. "Wer nun wie in unser Steam-Team kommt, um unser Stamm-Ensemble zu bereichern, wird jetzt intern geklärt und besprochen." Viele der Casting-Teilnehmer werden noch diese Woche erfahren, wie es für sie weitergeht. Am Sonntag, 9. März, steht dann der Recall an. Dann wird sich für die dorthin Eingeladenen endgültig entscheiden, ob und wenn in welcher Form sie als neue Mitglieder des Musical-Projektes eingesetzt werden. Die Jury sucht nämlich, so Müller, spezielle Typen und Figuren, die sich im Stück, das zurzeit gerade geschrieben wird, widerspiegeln. Zu ihnen kommt dann natürlich der "erfolgreiche Stamm der bisherigen Mitglieder". Das neue Musical "Steam" soll ein in dieser Form bisher einmaliges Fantasymusical werden (wir berichteten). Und als Musicalstadt wolle man auch neuen Musicalbegeisterten die Chance geben, bei diesem besonderen Projekt mitzuwirken, erklärt Oberbürgermeister Jürgen Fried. Premiere ist am 5. September.