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Aktionstag soll Mitarbeitern gesunden Lebensstil nahebringen

Namborn. Mitarbeiter der Namborner Gemeindeverwaltung wurden im Zuge des Gesundheitstages aufgeklärt, welche Lebensmittel sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System auswirken. red

Das ging ans Herz. 20 Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung Namborn , die beim Bauhof, in Kindergärten und im Rathaus beschäftigt sind, sowie Bürgermeister Theo Staub haben an einem von der Krankenkasse Barmer-GEK organisierten Gesundheitstag im Rathaus teilgenommen. Sie erhielten eine Herzcoach-Untersuchung sowie Tipps und Informationen über gesunde Ernährung durch eine Lebensmittelausstellung.



"Mit dem Angebot eines Gesundheitstags möchten wir die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung sensibilisieren für einen möglichst gesunden Lebensstil", sagte Bürgermeister Staub laut einer Pressemitteilung der Kasse. Die Herzcoach-Untersuchung gab den Teilnehmern Aufschluss darüber, wie hoch ihr Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung ist.

Individuelles Programm

"Der Herzcoach ist ein Computerprogramm, in das Gesundheitsdaten wie Blutdruck und Blutzucker sowie Gesundheitsfaktoren wie Rauchverhalten und Stress eingegeben werden. Auf dieser Grundlage wird eine motivierende Maßnahmenplanung für eine Optimierung des Gesundheitsverhaltens vereinbart", erläuterte Vanessa Di Venere, Beraterin Firmengesundheit bei der Krankenkasse.

Eine Lebensmittelausstellung des Institutes für Ernährung, Sport und Gesundheitsmanagement informierte über eine herzaktive Ernährung. Dabei erfuhren die Ausstellungsbesucher, welche Lebensmittel sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System auswirken. "Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Lebensmittel, deren positive oder negative Wirkung auf das Herz und die Gefäße belegt ist", erklärte Di Venere. Gesund sind zum Beispiel Gemüse, Obst und Fisch. Verzichtet werden sollte dagegen auf zu viel Süßes wie Schokolade, Cola oder fettiges Essen.

Relativ hoher Krankenstand

Berufstätige im Landkreis St. Wendel waren im Jahr 2014 im Schnitt 19,7 Tage krankgeschrieben. Sie fehlten damit 2,6 Tage länger auf der Arbeit als der Durchschnittsdeutsche. Die Arbeitsunfähigkeitstage wegen psychischer Erkrankungen lagen im Landkreis St. Wendel um 24 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Das zeigt der aktuelle Gesundheitsreport der Krankenkasse. Di Venere ist davon überzeugt, dass Gesundheitstage eine gute Form sind, um die Belegschaft für eine gesunde Lebensführung zu sensibilisieren: "Als gesetzliche Krankenversicherung unterstützen wir gern dabei, mit betrieblicher Gesundheitsförderung die Leistungsfähigkeit in der Belegschaft zu erhalten und auszubauen."

Über die Hälfte aller krankheitsbedingten Fehlzeiten in Unternehmen gehe demnach auf Erkrankungen zurück, die durch Belastungen am Arbeitsplatz entstünden.