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Volleyball
Das große Abenteuer beginnt

Geschafft: Ausgelassen feierten die Spielerinnen des SSC Freisen ihr vorzeitiges Meisterstück in der Regionalliga. Über Sommer blieb das Team weitgehend zusammen. Zudem kehrten Christine Kolb und Mara Cacioppo zurück.
Geschafft: Ausgelassen feierten die Spielerinnen des SSC Freisen ihr vorzeitiges Meisterstück in der Regionalliga. Über Sommer blieb das Team weitgehend zusammen. Zudem kehrten Christine Kolb und Mara Cacioppo zurück. FOTO: Dewes/Verein
Freisen. Die Volleyballerinen des SSC Freisen starten an diesem Sonntag in Umkirch (bei Freiburg) in die erste Drittliga-Saison ihrer Vereinsgeschichte. Der Club vertraut dabei seinem Regionalliga-Meisterteam, aber einem anderen Spielsystem. Von Philipp Semmler

Das Kribbeln wird stündlich stärker, das große Abenteuer beginnt! An diesem Sonntag kämpfen die Volleyballerinnen des SSC Freisen erstmals um Punkte in der 3. Liga. Das Team, das vergangene Saison souverän Meister der Regionalliga Südwest wurde, ist ab 15.30 Uhr beim VfR Umkirch (bei Freiburg) zu Gast. „Wir freuen uns natürlich riesig auf die neue Spielklasse und wir sind guter Dinge“, sagt Trainerin Brigitte Schumacher.


Und auch in Freisen und Umgebung ist der neue Drittligist ein großes Thema. „Ich werde ganz oft auf unseren Aufstieg und die neue Liga angesprochen“, berichtet Schumacher. „Wir hoffen, dass jetzt auch noch mehr Zuschauer kommen.“

Zudem konnte der Club seit dem Sprung in die höhere Klasse auch neue Sponsoren gewinnen. „Ich hatte ein wenig Angst, dass wir die 3. Liga finanziell nicht stemmen können. Aber dank dieser neuen Sponsoren sind wir gut aufgestellt“, verrät die Trainerin.



Noch mehr als dem ersten Saisonspiel fiebert Freisen übrigens dem Heimauftakt entgegen. Denn der hat es in sich: Am Samstag, 22. September, empfängt Freisen um 18.30 Uhr in der Freisener Bruchwaldhalle den Rivalen TV Lebach zum Saarderby.

„Das ist natürlich gleich ein echtes Highlight“, freut sich Schumacher. Mit Lebach hatte sich der SSC in der Regionalliga über Jahre hinweg immer wieder packende Duelle geliefert – bis die Theelstädter im Frühjahr 2017 in die 3. Liga aufstiegen. Jetzt spielt auch Freisen erstmals in seiner Vereinsgeschichte dort. „Und das fast nur mit Mädels aus dem eigenen Ort. Das ist schon etwas besonderes“, erklärt Schumacher.

Die Übungsleiterin vertraut auch in der höheren Liga ihren Meister-Team aus der Vorsaison. Externe Neuzugänge für die neue Liga wurden nicht verpflichtet. „Wir sind nicht explizit auf die Suche gegangen. Der Markt im Saarland ist dünn und wir wollten keine Spielerinnen holen, die uns nicht weiterbringen“, sagt Schumacher.

Ein paar Veränderungen im Kader gab es aber dennoch: Außenspielerin Christina Prümm wird diese Saison nicht mehr zur Verfügung stehen, da sie im Dezember Nachwuchs erwartet. Diesen Verlust kann Freisen aber intern ersetzen, da für diese Position Christine Kolb wieder zur Verfügung steht. Kolb hatte wegen ihres Studiums zuletzt pausiert. Auch Außenangreiferin Mara Cacioppo ist nach einer Pause wieder ins Team des Drittliga-Aufsteigers zurückgekehrt.

Um für die 3. Liga gerüstet zu sein, wurde in Freisen seit dem Aufstieg zudem fast durchgehend trainiert. „Wir haben nur nach dem letzten Spiel vier Wochen und im Sommer drei Wochen Pause gemacht“, verrät Schumacher. Gefeilt wurde vor allem an taktischen Dingen. „In der Abwehr und im Block haben wir unser System geändert, um für das schnellere Spiel in der höheren Liga gerüstet zu sein“, erklärt Schumacher. „Unser Ziel ist natürlich der Ligaverbleib. Alles andere wäre vermessen.“

Einen guten Eindruck hinterließ das SSC-Team zuletzt bei einem Vorbereitungs-Turnier des TV Holz. Dort feierte Freisen unter anderem einen 3:1-Sieg gegen den Ligakonkurrenten TG Mainz-Gonsenheim. Gegen Zweitligisten, wie den gastgebenden TV Holz, gab es Niederlagen. „Aber auch in diesen Spielen haben wir uns sehr gut präsentiert“, freut sich Schumacher. Es kann losgehen.