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Volleyball
Tolle Aufholjagd wird nicht belohnt

Freisen. Volleyballerinnen des SSC Freisen müssen sich Bad Vilbel mit 2:3 geschlagen geben. Von Philipp Semmler

Fünftes Heimspiel, fünfter Fünfsatzkrimi: In der Freisener Bruchwaldhalle wird es bei Spielen des SSC Freisen diese Saison einfach immer dramatisch. Nachdem der Aufsteiger seine ersten drei Spiele zu Hause in der 3. Liga jeweils mit 3:2 gewinnen konnte, gab es am Samstag gegen den SSC Bad Vilbel die zweite 2:3-Niederlage in Folge. Vor einer Woche hatte der Club mit diesem Ergebnis gegen den TSV Stuttgart verloren. „Beide Niederlagen waren extrem bitter“, stöhnte SSC-Trainerin Brigitte Schumacher.


Bei beiden Duellen gab es allerdings einen komplett unterschiedlichen Spielverlauf. Gegen das Team aus Stuttgart führte Freisen mit 2:0 Sätzen und verlor 2:3. Gegen Bad Vilbel kam Freisen nach einem 0:2-Satzrückstand zum Satzausgleich, musste sich am Ende aber doch geschlagen geben.

Vor 150 Zuschauern konnte der SSC zu Beginn des Spiels nicht überzeugen. „Die Aufschläge waren nicht druckvoll genug, und im Block waren wir überhaupt nicht präsent“, haderte Schumacher. Die Folge: Bad Vilbel gewann den ersten Satz mit 25:18 und den zweiten mit 25:19.Doch danach steigerte sich Freisen: Der dritte Satz ging mit 25:21 an die Gastgeberinnen. Der vierte Satz sogar noch deutlicher mit 25:17.



Doch der Entscheidungssatz sollte zunächst zum Spiegelbild der vier Sätze zuvor werden: Die Nordsaarländerinnen verpennten den Beginn. So lag zunächst Bad Vilbel klar vorne, ehe Freisen der Ausgleich gelang (8:8). „Dann gab es aber wieder einen Bruch“, meinte Schumacher kopfschüttelnd. Ihr Team holte keinen einzigen Punkt mehr und verlor mit 8:15.Freisen bleibt durch die Tie-Break-Niederlage, für die es im Volleyball einen Punkt gibt, aber immerhin Tabellensiebter.

Nach rund einem Drittel der Saison steht der SSC mit acht Zählern auf einem Nichtabstiegsplatz. „Vor der Saison wäre ich mit dieser Punktzahl zufrieden gewesen“, sagt Schumacher. „Jetzt bin ich es aber nicht mehr so ganz. Wir haben gegen alle Gegner in der neuen Liga mithalten können, nur leider haben wir nicht immer die volle Ernte eingefahren. Wir könnten locker drei oder vier Punkte mehr haben“

Ob am Samstag weitere Zähler dazukommen, scheint allerdings fraglich: Denn dann steht Freisen vor einer Herkules-Aufgabe. Um 19.30 Uhr ist der Neuling bei Spitzenreiter SV Sinsheim zu Gast.

Abseits des Platzes gibt es übrigens beim SSC seit dem Sprung in die 3. Liga nur Positives zu berichten. Seinen Zuschauerschnitt konnte der Club in der höheren Liga nahezu verdoppeln. „Wir hatten schon mit dem einen oder anderen Besucher mehr gerechnet, aber dass es so viel mehr werden, hätten wir nicht gedacht“, freut sich Schumacher.