Stabwechsel beim Musikverein

Stabwechsel beim Musikverein

Der Musikverein Reimsbach-Oppen gibt an diesem Samstag sein Jahreskonzert. Und einen besonderen Anlass gibt es auch: Dirigent Axel Schnur wird verabschiedet; gleichzeitig wird seine Nachfolgerin Sabine Petit vorgestellt.

Es wird ein besonderes Jahreskonzert für den Musikverein Reimsbach-Oppen am kommenden Samstag, 18. Januar: Die Musiker werden an diesem Abend in der Reimsbacher Mehrzweckhalle nicht nur das Ergebnis wochenlanger intensiver Proben dem Publikum präsentieren.

Sie werden bei gleicher Gelegenheit auch ihren Dirigenten Axel Schnur verabschieden und erstmals mit Sabine Petit eine Frau als neue musikalische Leiterin des Orchester begrüßen. "Axel Schnur hat von Beginn an gesagt, dass er uns für fünf Jahreskonzerte als Dirigent betreuen wird", erläutert der Vereinsvorsitzende Ermin Blum den Dirigentenwechsel. Folglich gibt Schnur am kommenden Samstag den Taktstock nun weiter an seine Nachfolgerin, die er selbst für diese Aufgabe gewonnen hat, wie Sabine Petit verrät: "Axel und ich kennen uns schon lange, und er hat mich vor etwa einem Dreivierteljahr gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, dieses Orchester zu leiten."

Lieblings-Instrument: Querflöte

Sabine Petit kommt aus Saarwellingen und hat in Siegen eine Studium der Schulmusik und Sozialwissenschaft absolviert. Zusätzlich belegte sie die erforderlichen Lehrgänge beim Bund Saarländischer Musikvereine (BSM), die sie ebenfalls zur Übernahme eines Dirigates befähigen. Aktuell arbeitet Petit als Musiklehrerin am Schengen-Lyzeum in Perl. Seit November ist die künftige Dirigentin, deren bevorzugtes Instrument die Querflöte ist ("Das habe ich im Hauptfach studiert"), schon bei den Proben des MV Reimsbach-Oppen dabei.

Für Sabine Petit ist es das erste Erwachsenen-Orchester, das sie als Dirigentin betreut. Bislang leitet sie das Jugendensemble des Musikvereins Rehlingen. "Es ist schon ein riesengroßer Unterschied, ob ich Jugendliche oder Erwachsene dirigiere", sagt sie. Beides habe gleichwohl seinen Reiz. "Bei Jugendorchestern ist die Fluktuation in der Regel größer, zudem muss ich den Musikern viel mehr das eigentliche Spielen nahe bringen, also Basiswissen vermitteln." Das sei bei Erwachsenen nicht in dem Maß notwendig: "Mit denen kann ich viel tiefer einsteigen, musikalisch komplexer arbeiten, auch ganz andere Stücke spielen."

Das ist für sie der besondere Reiz ihrer neuen Aufgabe, gesteht Sabine Petit, wenn sie auch meint: "Es sind sehr große Fußstapfen, in die ich hineintrete. Ich werde versuchen, das, was Axel Schnur hier aufgebaut hat, musikalisch weiterzuentwickeln." Sie freue sich auf die neue Aufgabe, bei der am Samstag eine erste Nagelprobe wartet: Eines der neun Stücke, "Robinson Crusoe" von Bert Appermont, wird Petit dirigieren, während für die übrigen Titel im Programm noch einmal Axel Schnur am Pult stehen wird. Ob sie schon ein wenig Lampenfieber vor ihrem ersten Auftritt als Dirigentin hat? Sabine Petit lächelt: "Beim Musikmachen gehört ein gewisses Lampenfieber dazu. Sonst könnte man ja auch einen CD-Player auf die Bühne stellen."

Das Jahreskonzert des Musikvereins Reimsbach Oppen beginnt am Samstag, 18. Januar, um 19.30 Uhr in der Mehrzweckhalle Reimsbach. Karten sind noch an der Abendkasse erhältlich, sie kosten sieben Euro für Erwachsene und 3,50 Euro für Kinder und Jugendliche.