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Kranich-Paar bei Werschweiler gesichtet

Früh dran : Kranich-Paar stolziert durch die Talaue an der Oster

Ihre Rückkehr aus südlichen Gefilden kündigt meist steigende Temperaturen an. Daher gelten Kraniche als Frühlingsboten. Am heutigen Mittwoch, 15. Januar,  werden in Deutschland teils 15 Grad erreicht.

Ab diesem Wert sprechen Meteorologen von einem Frühlingstag. Ganz so warm wird es im St. Wendeler Land nicht. Aber auch hier soll die Zehn-Grad-Marke überschritten werden. Passend dazu wurde nun ein Kranich-Paar in der Talaue an der Oster bei Werschweiler gesichtet. Dieses könnte, so vermuten Naturschützer, hier überwintert haben.

Richard Linxweiler von der Aktion Storch meldete sich – dieses Mal nicht in Sachen Adebar, sondern in Sachen Kranich – in der Redaktion. Er hat einen der Streifzüge der Tiere durch die Talaue mit Fotos dokumentiert. „Diese imposanten Vögel werden bis 1,50 Meter groß und haben ausgewachsen eine Flügelspannweite von bis zu 2,40 Metern“, erläutert er. Ihr typisches Trompeten sei auf ihrem Zug jedes Jahr im Frühjahr und Herbst zu vernehmen. „Auch bei uns, da hier ein Hauptdurchzugsgebiet in den Süden liegt“, weiß Linxweiler. Er geht davon aus, dass die Schreitvögel nicht dauerhaft verweilen. „Dass das Werschweiler Pärchen bis in die Brutzeit hier bleibt, ist eher unwahrscheinlich, denn zur Aufzucht der Jungvögel benötigt es absolut störungsfreie Brutplätze, in Moor- und Sumpfniederungen, die bei uns kaum noch zu finden sind“, so Linxweiler.