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Wissenswertes auf Schritt und Tritt

Wissenswertes auf Schritt und Tritt

Sie kennen den Park, sollen Gäste durch ihn führen und diese für die Natur begeistern. Sie sollen Wissen vermitteln, anschaulich und kurzweilig. Die Rede ist von den Nationalparkführern des Nationalparkes Hunsrück-Hochwald. 57 Engagierte haben bisher die Ausbildung absolviert, davon sieben aus dem St. Wendeler Land.

Sie sind motiviert, sie wollen das Gelernte weitergeben, den Besuchern den Nationalpark nahe bringen. Das ist bei der Pressekonferenz in der Keltenklause am Fuße des Hunnenringes spürbar. Dort informieren Gemeinde, Landkreis St. Wendel sowie Nationalpark über die Arbeit der Nationalparkführer, stellen sich vier von ihnen den Fragen.

"Ich gehe heute durch den Wald mit anderen Augen", sagt Nationalparkführer Hans Dieter Schmitt nach Abschluss der Ausbildung. Einen Käfer, den er sieht, kann er nicht nur bestimmen, nein, er weiß um seine Bedeutung für das Ökosystem im Wald. Schmitt: "Ich habe das Prinzip der Nachhaltigkeit verstanden." Dieses Wissen wollen er und die anderen Nationalparkführer bei Wanderungen und Touren durch den Park weitergeben.

Gut ausbilden

"Wir wollen den Nationalpark erlebbar machen", unterstreicht auch Harald Egidi, Leiter des Nationalparkes. Ein Baustein sind die Wanderungen der hauptamtlichen Ranger durch den Park. Ein zweiter die Angebote der Nationalparkführer, die dies in der Regel nebenberuflich wahrnehmen. Dabei sei die gute Ausbildung der Nationalparkführer wichtig. Erster Schritt ist der Lehrgang zum zertifizierten Natur- und Landschaftsführer oder zum staatlich zertifizierten Waldpädagogen. Dieser Kurs umfasste 250 Stunden und dauerte mehr als ein Jahr. Darauf baute der Lehrgang zum zertifizierten Nationalparkführer auf, der ebenfalls mit einer Prüfung abgeschlossen hat. "Wichtig ist für uns die Zertifizierung" so Egidi, "wir brauchen qualifizierte Partner".

Führungen durch den Park sind für Landrat Udo Recktenwald (CDU ) ein Baustein für die Weiterentwicklung des Tourismus'. "Die Natur- und Kulturlandschaft ist ein Pfund, mit dem wir wuchern können." Das St. Wendeler Land sei der Motor des Tourismus im Saarland sagte er mit Blick auf 900 000 Übernachtungen im Jahr im Landkreis.

Nonnweilers Bürgermeister Franz Josef Barth (parteilos) nutzte die Gelegenheit, den Besuchern das Keltendorf vorzustellen. Ab Mai kann es täglich besichtigt werden, 1,8 Millionen Euro wurden investiert. Der Keltenpark mit dem noch zu bauenden Zentralgebäude wird das saarländische Eingangstor zum Nationalpark Hunsrück-Hochwald. Und damit ein Ausgangspunkt der Führungen.

Ob Kindergärten, Schulen, Vereine, Touristengruppen , die zertifizierten Nationalparkführer bieten verschiedene Touren an, können diese individuell nach den Wünschen der Gäste zusammenstellen.

Interessenten können sich beim Nationalparkamt in Birkenfeld oder bei den Tourist-Informationen der Gemeinden und des Landkreises melden. Das Nationalparkamt vergibt dann den Auftrag an einen der zertifizierten Führer. Diese führen die Touren auf Honorarbasis in Eigenregie durch. Infos zu Tour-Angeboten finden sich auch in einer kleinen Broschüre des Nationalparkes: "Natürlich, mit Geschichte: Willkommen im Urwald von morgen."

Kontakt: Nationalparkamt Hunsrück-Hochwald, Brückener Straße 24, 55765 Birkenfeld, Tel. (0 61 31) 8 84 15 20, E-Mail: poststelle@nlphh.de.

nlphh.de

Zum Thema:

Auf einen Blick Sieben der 57 zertifizierten Nationalparkführer kommen aus dem Saarland, genauer aus dem St. Wendeler Land. Die Ausbildung abgeschlossen haben: Silvia Scherer (Nonnweiler ), Anja Theres (Selbach), Christoph Jakobs (Primstal), Dieter Schmitt (Bliesen), Lucia Marcetti (Walhausen), Konrad Funk (Nohfelden) sowie Robin Ramminger (Walhausen). red