„Mit den Streichungen stünde der Park vor dem Aus“

„Mit den Streichungen stünde der Park vor dem Aus“

Der Nationalpark Hunsrück-Hochwald ist noch recht jung und schon sieht ihn Magnus Jung gefährdet. Wenn Sparvorschläge der rheinland-pfälzischen CDU-Opposition umgesetzt würden.

Der Vorschlag der CDU-Vorsitzenden im rheinland-pfälzischen Landtag, Julia Klöckner , im kommenden Haushalt des Bundeslandes bei den Ausgaben für den Nationalpark Hunsrück-Hochwald zu sparen (wie berichtet), stößt nicht nur bei SPD und Grünen in Rheinland-Pfalz und den Nationalparkkommunen im Nachbar-Bundesland auf Kritik. Auch der saarländische SPD-Landtagsabgeordnete Magnus Jung aus der Nationalparkgemeinde Nonnweiler kritisiert den Vorschlag der CDU-Opposition: "Der Nationalpark Hunsrück-Hochwald fördert nicht nur die Natur und den Artenschutz , sondern ist auch ein äußerst positives Beispiel der regionalen Zusammenarbeit und Entwicklung. Es darf nicht sein, dass ein beginnendes Erfolgsprojekt durch solche Vorschläge bereits zu Anfang in seinem Keim erstickt werden soll", schreibt Jung in einer Pressemitteilung. Und weiter: "Mit den Streichungen stünde der Nationalpark vor dem Aus."

Nach einem jahrelangen Prozess sei der grenzüberschreitende Nationalpark in diesem Frühjahr eingerichtet worden. Bekräftigt wurde das mit einem Staatsvertrag zwischen Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Magnus Jung : "Mit dem Vorschlag der CDU-Fraktionsvorsitzenden Julia Klöckner würde der Staatsvertrag schlicht und ergreifend nicht eingehalten werden - eine grauenhafte Vorstellung! Wir wünschen uns, dass geschlossene Verträge respektiert werden und das Thema Nationalpark aus dem Wahlkampf rausgehalten wird."

Um der rheinland-pfälzischen CDU-Fraktion zu zeigen, welch ein Motor das Projekt Nationalpark für die Region Hunsrück und Hochwald und ihren Artenschutz darstellt, schlägt Magnus Jung vor: "Gerne lade ich die CDU-Fraktionsvorsitzende Julia Klöckner ein, gemeinsam mit mir und den Bürgermeistern von Nonnweiler und Nohfelden sowie dem Landrat von St. Wendel den Nationalpark zu besuchen, und damit ihre Vorurteile abzubauen."