Löschbezirk Primstal absolvierte 2019 23 Einsätze

Bilanz des Jahres 2019 : Großeinsatz blieb im Gedächtnis

Jahreshauptversammlung beim Löschbezirk Primstal. 23 Einsätze wurden im Jahr 2019 absolviert.

66 Feuerwehrleute zählt der Löschbezirk Primstal der Feuerwehr in der Gemeinde Nonnweiler aktuell in seiner Einsatzabteilung. Wie ein Sprecher berichtet, engagierten sich diese in 2200 Stunden bei 22 Übungen, die auf dem Jahresdienstplan standen. Mit weiteren 558 Stunden schlug der Mehraufwand zu Buche, der aus Vorstandssitzungen, Besprechungen und Planungsterminen resultiert. Nicht eingerechnet seien hier Lehrgangsbesuche auf Gemeinde- und Kreisebene sowie an der Landesfeuerwehrschule und Arbeitseinsätze für Fahrzeug- und Geräteinstandsetzung. Gleiches gilt für die zusätzliche Ausbildung an den beiden Sonderfahrzeugen, so Löschbezirksführer Thomas Gläser während der Jahreshauptversammlung.

23 Einsätze mussten im vergangen Jahr abgearbeitet werden, im Vergleich zu den Vorjahren fast um die Hälfte weniger. Gleichwohl lag die Zahl der Einsatzstunden 2019 mit 818 deutlich höher als in den Jahren davor. Denn am 13. August wütete ein Großbrand auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Primstal. „Der Einsatz hatte sich über 25 Stunden erstreckt und zahlreiche Feuerwehrangehörige an ihre körperliche Belastungsgrenze gebracht“, so der Sprecher. Allein aus Primstal waren hier 55 Feuerwehrleute präsent. Die beiden sich in einem Stallgebäude befindlichen Kühe konnten gerettet werden.

Bei weiteren Einsätzen 2019 wurden zwei Menschen aus lebensbedrohlichen Situationen befreit. Das zweite Jahr infolge, in dem keine Toten zu beklagen waren. Innerhalb des Ausbildungsteams hat ein Wechsel stattgefunden: Patrick Aatz hat die Funktion des Vorsitzenden abgegeben. Sein Nachfolger ist Daniel Birtel. Tatkräftig unterstützt wurden die Einsatzkräfte wie üblich von den Kameraden der Altersabteilung, wie Werner Birtel berichtete. Aktuell gehören der Altersabteilung 23 Kameraden an; vier davon sind nach wie vor im Spielmannszug des Löschbezirks aktiv. Mit 24 Musikern ist die Personalstärke des Spielmannszugs im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben. Neuzugänge seien hier stets willkommen.

Der Nachwuchsorganisation des Löschbezirks, die seit 45 Jahren besteht, gehören aktuell zehn Jugendliche an. 2019 fanden 31 Übungen statt. Als Höhepunkt sei das Entzünden des Osterfeuers zu erwähnen, das bei der Dorfbevölkerung sehr gut angekommen war.

Löschbezirksführer Thomas Gläser verabschiedete Löschmeister Peter Berwanger, seit 1974 aktiv, in die Altersabteilung und überreichte ihm als Dank und Anerkennung eine Holzfigur des heiligen Florians. Gläser begrüßte Maurice Kuhn und Daniel Schumacher als sogenannte Quereinsteiger in der Einsatzabteilung. Beiden überreichte er eine Aufnahmeurkunde. Weitere Urkunden hatte der Nonnweiler Bürgermeister Franz Josef Barth (SPD-unterstützt) im Gepäck. Er beförderte Gerätewart Joachim Backes vom Löschmeister zum Oberlöschmeister und Atemschutzgerätewart Thomas Kaspar vom Oberlöschmeister zum Brandmeister.

Im neuen Jahrzehnt, so Barth, müsse sich die Feuerwehr neuen Herausforderungen stellen. Allerdings strebe man im Zuge der interkommunalen Zusammenarbeit eine spürbare Entlastung der ehrenamtlichen Einsatzkräfte an, was zum Beispiel Geräteinstandsetzung oder Schlauchpflege betrifft. Nachdem der dafür zuständige Ausschuss seine Vorschläge unterbreitet hat, sei nunmehr die Politik gefordert, dies zielführend umzusetzen. Barth dankte Alexander Kuhn, der seit mehr als einem Jahr das Amt des stellvertretenden Wehrführers ausübt.

Ortsvorsteher Rainer Peter lobte das gezielte wie besonnene Vorgehen bei besagtem Großeinsatz. Im Namen der Bevölkerung dankte er für die vielfältige selbstlose Tätigkeit. Ehrenlandesbrandinspekteur Bernd Becker, auch Präsident des Landesfeuerwehrverbandes, ehrte Löschmeister Berthold Gläser für seine 50-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr. Auch Becker wies darauf hin, dass sich die Feuerwehr in einem sensiblen Veränderungsprozess befinde. Neben der Heranbildung von Nachwuchskräften aus der Jugendfeuerwehr sei die Personalgewinnung durch Quereinsteiger von besonderer Bedeutung.

Die personelle Situation des Löschbezirks kann laut Sprecher als hervorragend bezeichnet werden; denn innerhalb eines Jahres hat sich die Zahl der Aktiven in der Einsatzabteilung von 61 auf 66 erhöht.

Neuaufnahmen, Beförderungen, eine Ehrung und eine Verabschiedung standen beim Löschbezirk Primstal auf der Tagesordnung. Foto: Manfred Koch

Terminhinweis: Der Tag der offenen Tür des Löschbezirks Primstal wird vom 14. bis 16. August stattfinden.