Die Miniaturwelt der Formel 1

80 Rennfahrer haben beim Hessen-Cup mit den ferngesteuerten Modellautos ihre Runden über die 0ffroad-Piste auf dem Braunshausener Peterberg gedreht. Wegen des Regens hat der veranstaltende Radio Controlling-Racing (RCR) Peterberg am zweiten Tag die Finalläufe streichen müssen.

Es ist die Miniaturwelt der Formel 1 , in der die 80 Piloten der Modellautos beim Hessen-Cup in Braunshausen ihrem Sport nachgehen. Sport, im körperlichen Sinne, sei das Modellautofahren nicht, sag der Merziger Mathias Mayer vom RCR-Peterberg. Aber mental anspruchsvoll sei die Raserei mit den Modellautos im Maßstab 1:8 auf alle Fälle. "Ein fünfminütiger Rennverlauf mit voller Konzentration ist anstrengender, als man es sich vorstellt. Bei einem Wettkampf kann man sich keinen Fehler erlauben", ergänzt Mayer. Er ist von den Verbrennern auf einen Elektroflitzer umgestiegen. "Ich brauche dazu weniger Equipment und der Materialverschleiß ist geringer. Was die Leistung der Autos anbetrifft, gibt es da mittlerweile keinen Unterschied mehr", sagt Mayer. Gemeldet hat er sich für die Hobbyklasse und fährt der Konkurrenz hinterher.

Die 226 Meter lange Rennpiste haben die RCR-Vereinsmitglieder für die besten Piloten Südwestdeutschlands auf ein Topniveau getrimmt, verschiedene Sprünge und ein Waschbrett in den Parcours noch eingebaut. "31 Sekunden schnell muss man fahren, wenn man ganz vorne dabei sein will", meint RCR-Gründungsmitglied Jörg Feis. Der Hessen-Cup zählt zur nationalen Rennserie, bei dem die Piloten sich Punkte für die deutsche Meisterschaft notieren lassen wollen.

Nicht in der Expertklasse, sondern im Hobby-Fahrerfeld ist der Damfloser RCR-Pilot Julian Fusenig mit seinem Verbrenner-Buggy unterwegs. "In der Hobbyklasse kommt es mehr auf das Können des Fahrers an", sagt Fusenig. Denn in der Expertklasse seien die technischen Einstellungsmöglichkeiten nicht weit von den Bestimmungen der Formel 1 entfernt. Bei Fusenig läuft es. Zehn Sekunden Vorsprung hat er auf die Konkurrenten herausgefahren. "Jeder Rennlauf ist ein Zwiespalt zwischen schnellem und kontrolliertem Fahren. Liegt das Auto mal auf der Seite, sind schnell fünf Sekunden weg", sagt Fusenig. Auf der Geraden der Peterberg-Rennpiste sind Spitzengeschwindigkeiten bis zu 80 Stundenkilometern drin. "Die Wartung und Reparatur des Fahrzeugs macht man natürlich selbst in der Aufzuchtstation", so Mayer. Genau das, fügt er hinzu, sei der Gedanke des Modellbausports.

Auf die Absage der Finalläufe am zweiten Tag war der Veranstalter aufgrund der Wetterprognosen vorbereitet. "Wenn es regnet, können wir nicht fahren. Auch wenn der Regen dann aufgehört hat, braucht die Rennbahn noch einige Stunden, bis sie wieder trittfest und somit befahrbar ist", teilt Feis noch mit. Jedes Wochenende sind die RCR-Mitglieder an der Rennstrecke anzutreffen und freuen sich über jeden, der vorbeischaut.

rcr-peterberg.de