Minister und Generalkonsul wollen „Transparenz“

Minister und Generalkonsul wollen „Transparenz“

War es Zufall, dass der neue saarländische Umweltminister Reinhold Jost (SPD) gerade jetzt eine Pressemitteilung zu grenzüberschreitenden Umweltfragen herausgab – einen Tag vor der gemeinsamen Sondersitzung des Völklinger Stadtrats und des Großrosseler Gemeinderats über die Chemieplattform Carling? (Siehe auch „Auf einen Blick“.) Jedenfalls gab Jost, gerade zwei Wochen im Amt, gestern bekannt, er habe sich mit dem französischen Generalkonsul Frédéric Joureau auf einen „intensiven Informationsaustausch“ zu Carling und anderen grenzüberschreitenden Fragen verständigt.

Man brauche eine bessere Kommunikation und Kooperation aller Beteiligten".

Zum Beispiel bei den Bürger-Beschwerden über Geruchsbelästigungen durch die Chemieplattform Carling: Da sei "größtmögliche Transparenz und Offenheit" gefragt - dieser Ansicht, sagt Jost, sei auch Joureau. Und so wollten sie sich gemeinsam dafür stark machen, die Meldewege über Geruchsbeschwerden zu öffnen, über die Grenze hinweg.Auch die Überflutungen und damit verbundenen Verschmutzungen durch den Lauterbach könne man nur durch grenzüberschreitende Kooperation in den Griff bekommen. Der französische Generalkonsul habe zugesagt, dass er auch in dieser Sache als Vermittler aktiv werden wolle.

Wegen dieser beiden Probleme hatte Josts Vorgängerin Anke Rehlinger (SPD) den Generalkonsul im Dezember angeschrieben und um Unterstützung gebeten (wir haben berichtet).

Zum Thema:

Auf einen BlickGeruchsbelästigungen im Warndt, die wohl von der Chemieplattform im französischen Carling verursacht werden, stehen heute, 18 Uhr, auf der Tagesordnung einer kommunalen Sondersitzung. Völklingens Stadtrat und Großrosselns Gemeinderat tagen gemeinsam in der Großrosseler Rosseltalhalle. Es gilt, eine Resolution zu verabschieden. dd

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