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Schwere Zeiten für den SV Furschweiler

Schwere Zeiten für den SV Furschweiler

Die SG Furschweiler-Hofeld existiert nur noch auf dem Papier. Bereits seit dieser Saison gehen beide Clubs getrennte Wege. Während es beim SV Hofeld in der Kreisliga A Weiselberg ordentlich läuft, ist der SV Furschweiler Schlusslicht der Kreisliga.

Die Mitglieder des SV Hofeld haben am vergangenen Samstag auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der Kündigung der Spielgemeinschaft mit dem SV Furschweiler zugestimmt. "Mit breiter Mehrheit", wie der Sportliche Leiter Christian Schulz verrät. Die SG existiert seit diesem Sommer ohnehin nur noch auf dem Papier (wir berichteten).

Nachdem der SV Furschweiler im Sommer die Zusammenarbeit gekündigt hatte, gehen die beiden Vereine schon in der aktuellen Spielzeit mit jeweils eigenen Teams an den Start. Der SV Hofeld als SG Hofeld-Furschweiler I in der Kreisliga A Weiselberg, der SV Furschweiler als SG Furschweiler-Hofeld II in der Kreisliga A Schaumberg. Damit eine Kündigung rechtswirksam wird, müssen nach den SFV-Regularien beide Vereine dieser zustimmen. Dies ist nun geschehen. Kommende Saison können die Clubs also wieder Mannschaften unter dem eigenen Namen melden.

Die sportliche Situation bei den SG-Partnern geht derweil deutlich auseinander. Gemeinsam haben beide noch, dass sie mit personellen Engpässen zu kämpfen haben. Diese lösen sowohl Hofeld als auch Furschweiler durch den Einsatz von älteren Spielern, die eigentlich ihre Karrieren bereits beendet hatten. In Hofeld sind dies zum Beispiel die Brüder Matthias und Lukas Marquitz oder Christoph Therre. In Furschweiler der Vorsitzende Karsten Wagner, Spielertrainer Nuri Karaca, Patrick Stoll oder Jörg Gitzhofer.

Doch sportlich trennen die ehemaligen Partner mittlerweile Welten. Hofeld ist in der A Weiselberg Tabellen-Siebter. "Damit liegen wir genau in dem Bereich, wo wir vor der Saison landen wollten", sagt Schulz. Deutlich schlechter ist die Situation jedoch in Furschweiler. Der SV ist mit nur drei Punkten Tabellenletzter der Kreisliga A Schaumberg und verlor seine beiden letzten Auswärtsspiele zweistellig. Am letzten Sonntag gab es ein 1:15 bei Spitzenreiter SV Überroth. Zwei Wochen zuvor hieß es beim Tabellendritten SG Peterberg am Ende 0:13. Ein klares Zeichen, dass es in Furschweiler an der nötigen Qualität fehlt.

"Wir haben vor der Saison viele Neuzugänge bekommen, allerdings haben uns die meisten sportlich nicht viel weiter gebracht", sagt der Vorsitzende Wagner selbstkritisch. Trotz der schwierigen Lage hat er aber auch Positives zu berichten. "Die Kameradschaft stimmt, und auch mit Trainer Nuri Karaca haben wir einen guten Fang gemacht." Wagner will nun versuchen, für die kommende Saison ehemalige Spieler seines Vereins zurückzuholen. Damit will er für mehr Qualität sorgen. "Einige sind gegangen, weil es ihnen in der SG nicht gefiel. Und die wollen wir nun wieder ansprechen."