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Historisches Kreuz an neuem Ort

Historisches Kreuz an neuem Ort

1860 goss die Gießerei von Mariahütte den Korpus des historischen Kreuzes, das Jahrzehnte an der Gehweiler Schule hing. Seitdem war es auch Anlaufstelle für viele Gläubige. Jetzt hat es einen neuen Standort.

"Über ein Jahr war unser historisches Kreuz in Gehweiler abgehängt, wurde restauriert und steht nun wieder in unserer Dorfmitte", sagte Ortsvorsteher Lars Haßdenteufel bei der Einweihung des historischen Denkmals. Der 120 Kilogramm schwere Korpus des Kreuzes wurde 1860 in der Gießerei von Mariahütte gegossen. Es hing über Jahrzehnte an der Wand der alten Gehweiler Schule in der Dorfmitte. Am Anfang war es ein einfaches Birkenkreuz, danach bestand es aus Eiche oder Buche. Gehweiler hatte zu dieser Zeit weder eine Kirche noch eine Grotte. Das Kreuz hatte deshalb eine besondere Bedeutung und war Anlaufstelle für viele Gläubige und wurde von Freiwilligen gepflegt. 1962 wurde der Korpus zum ersten Mal restauriert. Bis 1998 wurde das Holzkreuz dreimal von Gottfried Schwan, Harald Schadt, Erwin Müller, Hans-Peter Schwan und Alfred Randel restauriert. Das heutige Dorfkreuz wurde von Schreinermeister Alis Schwan angefertigt.

Mittlerweile musste ein neuer Standort für das historische Kreuz gefunden werden. Mit dem Einverständnis der Eigentümer Ute und Werner Mai hat es an der Giebelseite ihrer Doppelgarage im Kreuzungsbereich Leidenbergstraße/Buntwiesstraße den neuen Standort gefunden. Die jüngste Restaurierung des Dorfkreuzes besorgten Werner Mai, Alfred Haßdenteufel und Emed Kaled. Unterstützt wurden sie dabei Klaus Haßtendeufel und Gottfried Schwan. Die Kosten für das errichtete Dächlein als Wetterschutz für das Dorfkreuz wurden vom Heimatverein Gehweiler übernommen. Schließlich montierte der Namborner Gemeindebauhof mit schweren Zargen das Dorfkreuz. Eingesegnet wurde das historische Dorfkreuz von Pfarrer Jörg Grates und Pater Ignasius Maros. Umrahmt wurde die Feierstunde von den Gehweiler Eichbachsängern unter der Leitung von Gottfried Schwan.