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Kreissparkasse St. Wendel: Umbau und Modernisierung laufen weiter

Großprojekt in St. Wendel : „Die Sparkasse der Zukunft“ nimmt Gestalt an

Der erste Bauabschnitt der Modernisierung der Hauptstelle in St. Wendel ist abgeschlossen. Die Arbeiten laufen weiter. Ein Rundgang.

Von außen sieht das historische Sparkassengebäude in der Bahnhofstraße in St. Wendel aus wie immer. Daran wird sich auch nichts ändern. Wer aber das Haus betritt, kommt seit einigen Tagen in eine neue, modern gestaltete Bankfiliale. Der erste Bauabschnitt der umfassenden Sanierung und Modernisierung des Hauptsitzes ist abgeschlossen. Im SZ-Gespräch stellten die Bank-Spitze und Verwaltungsratsmitglieder das Projekt vor.

Im Eingangsbereich ist der so genannte 24-Stunden-Empfangsraum eingerichtet. Dort können die Kunden rund um die Uhr Geld abheben oder Überweisungen tätigen. Eine digitale Immobilien-Plattform informiert über An- und Verkauf von Häusern und Wohnungen.

Dem roten Teppich ähnelt das Raumelement, das den Besucher zielstrebig zum Service-Bereich und dem Kunden-Schalter führt, an dem man zu den Öffnungszeiten seine Bankgeschäfte erledigen kann.

Im Innenhof folgt dann der neue Empfangsbereich als zentraler Anlaufpunkt für die Gäste, die beraten werden wollen. Eine Lounge, eine Nachbarschaftsecke laden zum Verweilen ein. Zwei in sich abgeschlossene Beratungsräume sind im Innenhof entstanden, so genannte Kuben. Hier können vertrauliche Kundengespräche stattfinden.

„Ziel der Umbaumaßnahmen war es, unsere Geschäftsstelle und damit den Kontakt mit den Menschen vor Ort zukunftsfähig und vor allem einladend zu gestalten. Und das bewusst über die rein bauliche Veränderung hinaus“, betont Vorstandsvorsitzender Dirk Hoffmann. Und weiter: „Die neue Hauptstelle soll ein Ort der Begegnung und des Austausches werden, an dem wir gemeinsam mit unseren Kunden an der Sparkasse der Zukunft arbeiten.“

Und diese Neugestaltung ist mit der Modernisierung im Altbau nicht abgeschlossen. Die Arbeiten im fast 50 Jahre alten Anbau laufen auf Hochtouren. Hier werden künftig alle Marktbereiche der Bank, von der Direkt-Filiale über das Finanzierungs- bis zum Firmenkunden-Center Platz finden, wird ein so genannter Beraterpark entstehen. Umgebaut werden auch alle Büros in der ersten und zweiten Etage. Altbackene Holzvertäfelungen verschwinden, werden durch moderne Glaselemente ersetzt. Hell, transparent werden die Büros, mit neuester Technik ausgestattet.

Die Modernisierung sei unumgänglich, so Hoffmann. „Es geht um eine Kernsanierung, wir müssen investieren.“ Der Brandschutz sei nicht mehr zeitgemäß. Die Fenster seien 50 Jahre alt. Die Erneuerung der Haus- und Klimatechnik sei überfällig, unterstreicht der Bankdirektor. Zwei Millionen Euro investiere die Sparkasse.

Und dabei wird das Konzept einer modernen Bank gleich mit umgesetzt. Hoffmann: „Das Umbauprojekt als Beschleuniger des Wandels.“

Die Modernisierung ist in Zusammenarbeit mit der Firma 3X-Banktechnik entstanden. Das Thema Bank habe man aus der Perspektive des Gastgebers neu gedacht. Gemeinsam mit bunt gemischten Projektgruppen von Mitarbeitern der gesamten Sparkasse sei so vieles auf den Prüfstand gestellt worden, habe man neue Ideen entwickelt. Auch bei der Umsetzung dieses Großprojektes seien viele Mitarbeiter beteiligt, unterstreicht Hoffmann: „Zusammen gestalten wir die neue Sparkasse.“

Saniert wird im laufenden Betrieb. Das geht nicht ohne Lärm und vorübergehende Einschränkungen. Für diese Unannehmlichkeiten bittet Vorstandsmitglied Marc Klein um Verständnis.

 Hell, freundlich, modern: So präsentiert sich der Empfangsbereich im Innenhof des Altbaus.
Hell, freundlich, modern: So präsentiert sich der Empfangsbereich im Innenhof des Altbaus. Foto: Christian Van Roijen

Die Sparkasse lege mit dieser Investition ein klares Bekenntnis zur Region und ihren Menschen ab, sagt Landrat Udo Recktenwald (CDU), zugleich Vorsitzender des Verwaltungsrates der Sparkasse. Mit diesem Projekt werde die Sparkasse allen notwendigen Anforderungen gerecht. St. Wendels Bürgermeister Peter Klär (CDU), ebenfalls Mitglied des Verwaltungsrates lobt die Sparkasse, weil sie „in dem alten Bestand etwas tut, was in der Zukunft Bestand hat.“