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Das THW St. Wendel verlegt die Ausbildung 2020 ins Netz

THW St. Wendel zieht Bilanz : 200 Online-Übungsstunden im Corona-Jahr

Da die Pandemie den normalen Alltag beim Technischen Hilfswerk (THW) St. Wendel zum Erliegen gebracht hatte, wanderte die Ausbildung in die virtuelle Welt.

Auch im Technischen Hilfswerk (THW) hat das Corona-Jahr seine Spuren hinterlassen. Die Ausbildung konnte nicht wie gewohnt durchgeführt werden. Doch für die  Helfer aus St. Wendel war dies nur eine weitere Herausforderung, mit der sie sich beweisen konnten, so ein Sprecher des THW. Den letzten regulären  Ausbildungsabend gab es am 13. März 2020. Danach hat das Coronavirus den normalen THW-Alltag zum Erliegen gebracht. „Seit diesem Tag wurden sich viele Gedanken gemacht. Sowohl von der THW-Leitung als auch von den engagierten Einsatzkräften in St. Wendel selbst“, berichtet der Sprecher. Viele Vorgaben, notwendige Schutzmaßnahmen und das Wissen, dass der Ortsverband einsatzbereit bleiben muss, führten zu einem eigenen Hygienekonzept. „Da die Ausbildung in großer Runde nicht mehr möglich war, stellten wir die Ausbildung sehr schnell auf digitale Wege um“, erläutert der Sprecher weiter. So fanden unzählige virtuelle Treffen der einzelnen Gruppen statt, Funktionsträger tauschten sich immer wieder über die aktuelle Lage aus und die Helfer absolvierten diverse Online-Ausbildungen.

In zwölf Monaten Online-Betrieb kamen 40 Ausbildungsabende, 97 verschiedene Ausbildungsthemen á zwei Stunden zusammen. Es gab zehn virtuelle Räume zum Austausch und zur Ausbildung. „Trotz dieser ungewohnten Einschränkungen haben wir das Beste aus der Situation gemacht. So haben wir darauf geachtet, dass so wenig Personen wie möglich im THW-Standort waren“, sagt Alessandro Geßner, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit. Diese kümmerten sich einmal pro Woche darum, dass alle Fahrzeuge und Geräte für den Ernstfall bereit waren. „Auch in diesen herausfordernden Zeiten ist unser oberstes Ziel, für unsere Mitmenschen da zu sein, wenn wir gebraucht werden“, so Geßner.

Für die Zukunft sei der THW-Ortsverband also bestens gerüstet. Jeder sei voller Tatendrang und könne eine praktische Ausbildung kaum erwarten. Aber auch auf einen weiteren Online-Betrieb ist das THW vorbereitet.