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Feuer und Sturm machen der Feuerwehr im Landkreis St. Wendel zu schaffen

Sturm- und Brandeinsätze im Landkreis St. Wendel : Wohnwagen brannte völlig aus

Feuerwehren im St. Wendeler Land hatten am Wochenende mit Sturm und Feuer zu kämpfen.

Das Sturmtief war angekündigt, die Feuerwehr im St. Wendeler Land vorbereitet. Bereits in der Nacht zu Samstag kam es zu ersten stürmischen Böen. Diese blieben allerdings ohne Auswirkungen auf das Einsatzgeschehen der Feuerwehr. Jedoch nahmen die Windgeschwindigkeiten in den frühen Morgenstunden zu, so dass erste Bäume diesen nicht mehr Stand hielten, berichtet Kreisbrandinspekteur Dirk Schäfer.

Um 8.01 Uhr wurde der Löschbezirk Schwarzenbach zu einem umgestürzten Baum auf die L 330 alarmiert. Auf der Anfahrt stellte sich allerdings heraus, dass die Einsatzstelle in der Verlängerung der Bahnhofstraße im Gewerbegebiet Otzenhausen lag. Der Baum versperrte die Durchfahrt, Feuerwehrleute beseitigten ihn. Der Einsatz dauerte rund eine Stunde.

Um 8.49 Uhr wurde  der Löschbezirk Namborn in die Steinberger Straße zu einem umgestürzten Baum gerufen. Auch dieser versperrte die Durchfahrt. Die Beseitigung erfolgte rasch. Da es sich bei dieser Straße um den stark frequentierten Verbindungsweg nach Steinberg-Deckenhardt handelt und die Gefahr bestand, dass weitere Bäume durch den aufgeweichten Boden und die Sturmböen umstürzen, sperrte der Baubetriebshof die Strecke. Wann diese wieder freigegeben wird, ist aktuell nicht bekannt. Auch hier war der Einsatz nach gut einer Stunde beendet.

Einen technisch anspruchsvolleren Einsatz musste der Löschbezirk St. Wendel-Kernstadt bewältigen. Um 10.39 Uhr rückten  die Einsatzkräfte in die Alsfassener Straße aus. Dort war hinter einem Wohnhaus eine aus drei Stämmen gewachsene und rund zehn Meter hohe Tanne den Windgeschwindigkeiten nicht mehr gewachsen. Zwei der drei Stämme waren bereits umgestürzt. Von diesen ging keinerlei Gefahr aus. Lediglich der dritte Stamm stellte die Feuerwehr vor eine schwierige Aufgabe. Auch er war bereits im unteren Bereich angerissen und drohte nun auf das angrenzende Nachbarwohnhaus zu stürzen. Aufwendig musste dieser Stamm zuerst gesichert und dann gefällt werden, so Schäfer weiter. Nach rund zweieinhalb Stunden meldete die Feuerwehr Vollzug.

Erheblich zu schaffen machten den Einsatzkräften die wechselnden Wetterbedingungen. Denn sie mussten starken Sturmböen, Starkregen, Graupel und Schneefällen trotzen, um die Gefahrenstellen zu beseitigen. Glücklicherweise wurde bei den Einsätzen niemand verletzt.

Am frühen Sonntag liefen dann auf der Leitstelle in Saarbrücken fast zeitgleich zwei Brandmeldungen für die Feuerwehren im Landkreis auf. Um 6.23 Uhr hatte in der St. Wendeler Missionshausstraße in einem Gebäude die automatische Brandmeldeanlage ausgelöst. Nach der ersten Erkundung vor Ort gab es schnell Entwarnung. Es handelte sich lediglich um einen Täuschungsalarm, welcher durch angebranntes Essen ausgelöst worden war. Daher konnten die Einsatzkräfte rasch wieder einrücken.

Ganz so schnell war eine Brandmeldung, welche um 6.39 Uhr Alarm für den Tholeyer Löschbezirk Lindscheid auslöste, nicht abgearbeitet. Ein Anwohner hatte starke Rauchentwicklung in der Straße Am Waldborn und dort im Bereich „Trimm Dich“ ausgemacht. Die Feuerwehr bestätigte den  Brand eines an einer Weiheranlage abgestellten Wohnwagens. Das Gefährt stand im Vollbrand und war nicht mehr zu retten. Zum Glück hatten die Regenfälle der vergangenen Tage dazu geführt, dass eine Ausbreitung der Flammen auf das Umfeld nur in geringem Ausmaß möglich war, so Schäfer. Umgehend starteten die Wehrleute mit der Brandbekämpfung. Das Löschwasser entnahmen sie  aus dem angrenzenden Weiher. Erste Befürchtungen, es könnte sich noch jemand im Wohnwagen aufgehalten haben, bewahrheiteten sich  nicht. Der Einsatz war nach zwei Stunden beendet. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen

Ein genaues Ergebnis gab es im Laufe des Sonntags noch nicht. Wie ein Sprecher der St. Wendeler Inspektion allerdings berichtet, gehen die Beamten zum jetzigen Zeitpunkt von einer Sachbeschädigung durch Brandlegung aus. Die Polizei St. Wendel sucht Zeugen, die etwas beobachtet haben.

 Feuerwehrleute mussten umgestürzte Bäume beseitigen. Foto: Dirk Schäfer
Feuerwehrleute mussten umgestürzte Bäume beseitigen. Foto: Dirk Schäfer Foto: Dirk Schäfer
 So mancher umgestürzte Baum blockierte die Fahrbahn. Foto: Dirk Schäfer
So mancher umgestürzte Baum blockierte die Fahrbahn. Foto: Dirk Schäfer Foto: Dirk Schäfer

Zeugenhinweise: an die Polizeiinspektion St. Wendel, Tel. (0 68 51) 89 80.