Viezhaus wurde eingeweiht

Bedersdorf. Mit 300 Bar presst die Maschine den Saft aus dem Apfelbrei. Dabei bringt ein Zentner Obst etwa 25 bis 30 Liter Flüssigkeit. Naturtrüb fließt der erst in große Kanister, dann in die Gläser. Nach rund zweijähriger Bauzeit wurde aus dem vormals unansehnlichen alten Feuerwehrgerätehaus von Bedersdorf ein ansprechendes Viezhaus nahe dem Dorfzentrum

Bedersdorf. Mit 300 Bar presst die Maschine den Saft aus dem Apfelbrei. Dabei bringt ein Zentner Obst etwa 25 bis 30 Liter Flüssigkeit. Naturtrüb fließt der erst in große Kanister, dann in die Gläser. Nach rund zweijähriger Bauzeit wurde aus dem vormals unansehnlichen alten Feuerwehrgerätehaus von Bedersdorf ein ansprechendes Viezhaus nahe dem Dorfzentrum.Angefangen hatte alles im Jahr 2000 mit den Bedersdorfer Äppelquetschern. Die gründeten sich damals zum Erhalt der Vieztradition. 2004 stellten sie bei der Gemeinde Wallerfangen den Antrag zum Umbau des Feuerwehrgerätehauses. Denn Gebäude und Umfeld waren Teil des Dorferneuerungsplanes.

Die Gemeinde stellte 2007 einen Antrag zur Umfeldgestaltung beim Umweltministerium des Saarlandes. Im März 2009 kam der Zuwendungsbescheid über 10 000 Euro, die Gemeinde stellte weitere 10 000 Euro bereit. Ein Jahr später wurde der Innenausbau in Angriff genommen. Dafür steuerte die Agentur ländlicher Raum 3000 Euro bei.

Die Äppelquetscher und ihre Helfer haben "fast 1000 Arbeitsstunden aufgebracht", stellte Ortsvorsteher Alois Tasch dar. Ohne diesen immensen Einsatz Bedersdorfer Bürger wäre das Projekt kaum realisierbar gewesen. Für Facharbeiten seien entsprechende Firmen beauftragt worden. "Hut ab, vor dem, was ihr geleistet habt", lobte Bürgermeister Günter Zahn die Arbeiten. Und "vor dem, was ihr für das Dorf gemacht habt".

Aus dem alten Feuerwehrgerätehaus machten die Bedersdorfer ein Viezhaus für Feste und Saftherstellung und im Dorf. Foto: Bodwing.

Wallerfangens neuer Pfarrer Herbert Gräff segnete das Viezhaus ein. Als Mitbringsel hatte er ein Kreuz aus Holz dabei. Das Bedersdorfer Viezhaus wird künftig für Feste und Treffen bereitstehen. Und natürlich für das Pressen von Obst. "Die Leute müssen aber Kanister mitbringen und die Obstreste wieder mitnehmen", sagte Tasch.