Selbst Petrus störte nicht beim Feiern

Selbst Petrus störte nicht beim Feiern

Zur Konzertbühne wurde die Siersburg am Samstagabend. Beim 45. Burgfest der CAJ lockten sechs Bands und ein Feuerwerk die Besucher den steilen und feuchten Weg hinauf zur Burgruine.

Siersburg. Musik wehte von der Burg herab bis ins Tal. Zwischen jahrhundertealten Überresten der Siersburg ging am Samstag das 45. Burgfest der CAJ über zwei Bühnen. Einmal im Jahr steigt auf dem Plateau das große Freiluftkonzert. Sechs Bands und ein DJ standen 2012 auf dem Programm sowie ein Feuerwerk. All das für nur sechs Euro Eintritt. Doch vor diesem Musikereignis stand erst noch der steile Aufstieg zur Burgruine- unterwegs auf feuchtem Untergrund.Farbige Bänder gab es an den Kassen am Haupttor: Rot für die unter 18, wer blaue trug, durfte bis zum Schluss bleiben, rosa war nur für Helfer und Sicherheitspersonal bestimmt. Wie ein riesiger Biergarten öffnete sich das Plateau gleich hinter dem Hauptdurchgang. An drei Seiten entlang der Burgmauern waren Stände aufgebaut. An vier großen Schwenkern schwitzten Helfer mit silbernen Schürzen. Für ihr Burgfest war die CAJ-Siersburg seit Tagen im Einsatz. "Wir haben etwa 120 Helfer", sagte der CAJ-Vorsitzende Markus Reiter im Burgturm. Dort standen Computer und Bildschirme, in der Zentrale liefen alle Fäden zusammen. "Die Kühlwagen müssen wir leer hoch fahren", erklärte Reiter. "Die Kästen kommen auf Traktoranhänger, dann muss oben wieder in die Kühlwagen eingeladen werden."

Das Wetter spielte in diesem endlich mal wieder mit. "Egal welches Wetter, wir ziehen das durch", kündigte Reiter noch am frühen Samstagabend an - und konnte dann doch etwas beruhigt sein. Gegen 18 Uhr legte mit "The Black Hat" die erste Band los. Der große Andrang zum Burgplateau setzte gegen 22 Uhr ein. Da strömten die Besucher den Hang hinauf, als wären weiter unten ein paar Busse angekommen. Rau und ungestüm bearbeiteten die drei Musiker von "Projekt54" am Burgturm ihre Instrumente. Auf der gegenüberliegenden Seite, zur Nied hin, zelebrierten "Two Without" Hits der letzten 30 Jahre mit akustischen Gitarren und Kontrabass.

Die Veranstalter zählten knapp 3000 Besucher, die bis in die Nacht auf der Burg feierten.
Das große Feuerwerk war der Höhepunkt der 45. Auflage des Burgfestes in Siersburg. Fotos: Thomas Seeber.
Die Veranstalter zählten knapp 3000 Besucher, die bis in die Nacht auf der Burg feierten.

Drei Böller zischten nach 23 Uhr in die Nacht und kündigten das Feuerwerk an. Eine kleine Künstlerpause später schossen leuchtende Kugeln in die Dunkelheit über der Burg, zerplatzten gleißende Feuersterne am Himmel. Anschließend ging das Burgfest weiter bis drei Uhr mit Musik und gut aufgelegten Besuchern. Dabei verlebten die Hilfskräfte einen ruhigen Abend. Wie die Polizei Dillingen mitteilte, gab es lediglich nach dem Fest in Siersburg einige wenige alkoholisierte Randalierer.

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