In der Hexennacht hat es gefunkt

In der Hexennacht hat es gefunkt

Am 30. April 1950 lernten sich Klothilde Niederkorn aus Püttlingen-Ritterstraße und Wilhelm Hemmer aus Schmelz bei einem Hexennachts-Tänzchen kennen.

Am 29. September 1953, am Sonntag vor 60 Jahren, trat das Paar im Heimatort der Braut vor den Traualtar. Die Hochzeitsfeier fand im Gasthaus Trenz statt, erzählt die 83-jährige Klothilde. Dabei wurde aber nicht zur Musik vom Plattenspieler oder aus der Box gefeiert und getanzt, sondern zu den Klängen eines Geigers. Ihr Ehemann Wilhelm hatte im Kriegsjahr 1944 eine Lehre als Friseur beendet. Wegen der besseren Verdienstmöglichkeiten wechselte er 1951 in die Verwaltung der Dillinger Hütte. Nach der Umschulung zum Industriekaufmann arbeitete er bis zur Pension in der betriebswirtschaftlichen Abteilung.

1961 bezog das Ehepaar in Schmelz sein Eigenheim. "Stein für Stein haben mein Vater Wilhelm und ich das Haus hoch gemauert", erinnert sich Hemmer. "Wir sind stolz auf unser Haus, das uns über die Jahre hinweg zusammengeschweißt hat", sagen beide. Mit besonderem Stolz zeigt Klothilde den schmucken Vorgarten und den Nutzgarten. "Gartenarbeit und Yoga halten mich fit, wobei ich Yoga schon gut 20 Jahre betreibe", erzählt sie.

Wilhelm, ebenfalls 83 Jahre alt, ist der älteste Sänger im Männerchor Schmelz. Als Mitglied in etlichen Vereinen hat er auch einen großen Bekanntenkreis. Das diamantene Hochzeitspaar beginnt den Jubeltag in der Kirche St. Stephanus. Danach wird mit den Töchtern Karin und Doris, den Enkeln Laura und Ann-Sophie sowie Freunden gefeiert.