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Kunst gepaart mit sozialem Engagement

Kunst gepaart mit sozialem Engagement

Saarlouis. Wieder haben zehn Frauen und zwei Männer des Kunstforums einen Jahreskalender gestaltet - den für 2013. Es ist der 21. 1992 war der erste entstanden. Mit dieser Aktion wurden "im Laufe der Jahre 130 000 Euro eingenommen", wie Birgit Körner, Mitglied im Kunstforum, stolz berichtete. Das Geld käme denen zugute, die es nötig hätten

Saarlouis. Wieder haben zehn Frauen und zwei Männer des Kunstforums einen Jahreskalender gestaltet - den für 2013. Es ist der 21. 1992 war der erste entstanden. Mit dieser Aktion wurden "im Laufe der Jahre 130 000 Euro eingenommen", wie Birgit Körner, Mitglied im Kunstforum, stolz berichtete. Das Geld käme denen zugute, die es nötig hätten. Dazu zählen die Aktion "Bürger in Not", die Tafel in Saarlouis und die Therapeutische Schülerhilfe. Landrat Patrik Lauer, Schirmherr der Ausstellung, bedankte sich für das soziale Engagement und übergab als Anerkennung traditionell einen Scheck des Landkreises Saarlouis.

Marlies Rath malt rot

Betritt man das Atelier des Museums im Obergeschoss, fällt rechter Hand gleich ein großformatiges Bild von Marlies Rath ins Auge. Es ist auffallend rot. Das Rot wird jedoch gedämpft durch ein Netz von zarten weißen Linien, auf dem kleine rote und schwarze Bällchen tanzen. Ein Werk, das gute Laune macht.

Kubistisch mutet dagegen ein kleinformatiges Bild von Gerhard Meyer an. Fast hätte man es übersehen, dabei ist es besonders: Es zeigt Zylinder, Kugeln und wartet mit weiteren geometrischen Spielereien in bunten Farben auf. Rhythmische Bewegung beherrscht die Bildfläche.

Mario Andruet pflegt einen völlig anderen Stil der Malerei. In seinen zum Teil sehr großen Formaten tauchen immer wieder Menschen auf, die verängstigt, verloren erscheinen oder traurig dreinschauen. Erd- und verhaltene Blautöne herrschen vor. Andruet erzeugt Stimmungen, die zum Nachdenken anregen sollen.

Greta Weiland-Asbach lockt "die aufreizende Farbgebung, das expressiv Leuchtende auf der Leinwand", wie sie selbst einmal sagte. Ihr Bild beweist diese lyrische Lebenslust. Fast fotorealistisch und räumlich strukturiert erscheint die Trilogie von Heidi Rammo.

Bildervielfalt verblüfft

Über eine Fensterbank mit Pflanzen erlaubt sie den Blick in den Garten. Zwei Fensteröffnungen in einer rosa Wand machen es möglich. Die Vielfalt der Bilder ist verblüffend. Zu sehen ist Figürliches, Abstraktes, Malerei und Zeichnung. Jeder Künstler behält seine Bildsprache, die er über die Jahre erstaunlich gut weiter entwickelt hat.

Ulrike Rupp-Altmeyer überrascht mit Hinterglasmalerei. Farbige, aneinander gereihte Stäbe werden von schwarzen Schraffierungen touchiert und behalten dennoch ihre Leichtigkeit. Es gibt viele Kunstschaffende hier neu zu entdecken. Jeder zeigt neben dem Bild, das zum Kalenderblatt gewählt wurde, andere Werke, die das ohnehin schon pralle Kunstspektrum erweitern.

Auf einen Blick

Bis zum 28. Oktober geöffnet: Dienstag bis Freitag von zehn bis 13 und 14 bis 17 Uhr, Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 14 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. Für 15 Euro kann der Kalender 2013 erworben werden.

An dieser Ausstellung in Saarlouis sind folgende Personen beteiligt: Mario Andruet, Ingrid Brühl, Rita Burgwinkel, Gerhard Meyer, Maria Montnacher-Becker, Hanne Müller-Scherzinger, Heidi Rammo, Marlies Rath, Ruth Lünskens Ulrike Rupp-Altmeyer, Ximena Uriostede Fries und Margarete Weiland-Asbach. jst

 Die Mitglieder des Kunstforums Saarlouis haben ihren neuen Kalender vorgestellt.Foto: Thomas Seeber
Die Mitglieder des Kunstforums Saarlouis haben ihren neuen Kalender vorgestellt.Foto: Thomas Seeber

In Saarwellingen ist die Ausstellung zum Kunst-Kalender vom 9. bis zum 30. November im Alten Rathaus zu sehen. Die Ausstellung ist dort dienstags bis sonntags von 17 bis 20 Uhr sowie während der Öffnungszeiten des Bistros im Alten Rathaus geöffnet. Der Eintritt ist auch hier fei. rem