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Buch: Saarlouis mit anderen Augen sehen

Buch : Saarlouis mit anderen Augen sehen

Autor Volker Felten stellte in Saarlouis sein neues Buch über die „Menkès-Pläne“ vor.

Wäre es nach Edouard Menkès gegangen, würde die Stadt Saarlouis heute anders aussehen. Der französische Stadtplaner hatte ganz eigene Ideen für die Stadt, die im Zweiten Weltkrieg schwere Zerstörungen erlitt. So sollten etwa Roden und Fraulautern nicht wieder aufgebaut werden – an ihrer Stelle schwebte Menkès ein Schwerpunkt auf Industrie vor. Im Bereich des heutigen Steinrauschs sollte zudem ein Flughafen entstehen. Die Wohnsituation in Saarlouis, so sah es der Menkès-Plan vor, solle besonders durch Hochhaussiedlungen geregelt werden, in denen 20 000 Menschen ihren Platz gefunden hätten. Volker Felten, der sich in der Vergangenheit bereits mit den Geschichten der Saarlouiser Donner-Brauerei und der Kreisverkehrsbetriebe beschäftigte, hat ein Buch veröffentlicht und widmet sich darin den umstrittenen Wiederaufbauplänen, dem „Plan directeur du Grand-Sarrelouis“, den Edouard Menkès ab 1946 anfertigte. Ein Modell, das die Vision Menkès zum Ausdruck bringt, ist im Städtischen Museum zu sehen, Realität indes wurde sein heftig umstrittener Plan indes nicht. Autor Felten sieht in ihm dennoch Potential: „Die Innenstadt wäre heute in einigem schöner, wenn der Plan so umgesetzt worden wäre.“

Der Menkès Plan. Le Plan directeur du Grand-Sarrelouis von Volker Felten, 477 Seiten, erschienen bei Felten Grafikdesign und Verlag, 39,95 Euro.