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Grüne: Sparen nicht mit dem Rasenmäher

Grüne: Sparen nicht mit dem Rasenmäher

Kosten für städtisches Personal lassen sich nach Auffassung der Grünen sinnvoll nur einsparen, wenn vorher genau untersucht wurde, wer was wie erledigen kann. Deswegen müsse für das Rathaus zuerst ein Personalentwicklungskonzept vorliegen, sagte der Fraktionschef der Grünen im Stadtrat Saarlouis , Gabriel Mahren.

Einem solchen Konzept müsse eine so genannte Aufgabenkritik vorausgehen. Darauf liege für die Grünen der Akzent der Vorschläge, die CDU-Fraktionsvize Raphael Schäfer Ende der Woche zur Verringerung der städtischen Personalkosten im Namen von CDU und Grünen vorgestellt hatte.

Danach sollen binnen zehn Jahren fünf Prozent der Personalkosten von derzeit 17 Millionen Euro eingespart werden. Dazu fordern CDU und Grüne von der Stadtverwaltung ein Personalentwicklungskonzept.

Die "Aufgabenkritik" müsse "unter Einbeziehung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und des Personalrates festlegen, welche Aufgaben mit wie viel Personal zu bewältigen sind", unterstrich Mahren. "Gemeint ist also nicht eine Sparvorgabe nach der Rasenmähermethode, sondern eine an den Bedarfen der Verwaltung und den Aufgaben der öffentlichen Hand orientierte Konzeption. Sie muss gleichzeitig der demografischen Entwicklung Rechnung tragen und in der Lage sein, neue kommunalpolitische Herausforderungen zu bewältigen." Aufgabenkritik heiße auch, zu definieren, was die städtischen Themen und Schwerpunkte der Zukunft sein sollen.