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Ein freier Bewerber um das Amt des Oberbürgermeisters

Hans Günter Heider will Oberbürgermeister der Stadt Saarlouis werden. Foto: MBP Michael Büch
Hans Günter Heider will Oberbürgermeister der Stadt Saarlouis werden. Foto: MBP Michael Büch FOTO: MBP Michael Büch
Saarlouis. Als freier Bewerber um das Amt des OB von Saarlouis sammelt derzeit Hans Günter Heider Unterschriften. Er tritt an gegen, soweit schon bekannt, Peter Demmer (SPD), Marion Jost (CDU) und Kirsten Cortez de Lobao (FDP). Gewählt wird am 27. März. Johannes Werres

Um als Oberbürgermeister zu kandidieren, muss man keine Partei im Rücken haben, die einen ins Rennen schickt. Es geht auch als freier Bewerber. Hans Günter Heider will sich als ein solcher freier Bewerber aufstellen lassen. Heider ist nach eigenen Angaben parteilos. Er muss deshalb um Unterstützungsunterschriften bitten, die im Rathaus abgegeben werden. Heider lebt in Roden, er ist 52 Jahre alt, verheiratet, eine Tochter. Heider begründet seine Kandidatur: "Mein Interesse besteht darin, der Stadt Saarlouis in der Zukunft mit Sachverstand, Rat und Tat zur Verfügung zu stehen." Nach der Hauptschule absolvierte Heider zuerst eine Ausbildung zum Stahlbetonbauer, wechselte aber rasch und ließ eine Ausbildung zum Krankenpfleger folgen. Vier Jahre Stationsleiter in einem Krankenhaus, danach Pfleger in den Bereichen Anästhesie und Intensivstation, geht aus seinem Lebenslauf hervor. 1990 dann wieder ein Wechsel: Betriebsleiter bei der Firma Karl Schuck. 1999 besuchte Heider eine Meisterschule für Maurer und Betonbauer, trat 2001 in die Geschäftsführung der Firma Engel ein, später in das Bauunternehmen Günter Heider. Seit 2016 ist er Vertriebsleiter der Firma Kollektiv4. (Werner Heider, Infrarot-Heizsysteme).



Heider führt dies alles zusammen und sagt von sich: "Durch meine langjährige Erfahrung sowohl als Führungskraft im Baubereich als auch im Krankenhaus bin ich in der Organisation, Kommunikation und Problemlösung für Mitarbeiter und Klienten zum Spezialisten herangewachsen. Darüber hinaus kann ich mehrere Projekte gleichzeitig organisieren und leiten."

Der 52-Jährige hat auf mehreren Seiten sein "Konzept" für Saarlouis zusammengestellt. Es reicht von der "Förderung der Zivilcourage" über die Weiterentwicklung "qualifizierter Partnerschaften zwischen Unternehmen und der Stadt", der Unterstützung von "Schulmodellen, die schulmüde Kinder und Jugendliche wieder integrieren", der Entschuldung des Saarlouiser Haushaltes bis 2023 bis dazu, "Spielorte für freie Theatergruppen zur Verfügung zu stellen".

Er würde als Oberbürgermeister ein "kreatives, ganzheitliches Stadtentwicklungskonzept erarbeiten, in das die Stadtteile und die Bürger gleichberechtigt einbezogen sind."