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„Back-Office am besten geeignet“

„Back-Office am besten geeignet“

Wie wollen Sie die von Innenminister Bouillon geforderte stärkere interkommunale Zusammenarbeit (IKZ) der Städte und Gemeinden voranbringen?

Wie wollen Sie die von Innenminister Bouillon geforderte stärkere interkommunale Zusammenarbeit (IKZ) der Städte und Gemeinden voranbringen?

Stefan Louis : Die 13 Gemeinden haben im April mit dem Landkreis Saarlouis ein Gutachten zur IKZ beauftragt. Die Untersuchung wird vom Innenministerium unterstützt und finanziert. Eine Auftaktveranstaltung mit dem Landrat und den Bürgermeistern hat bereits stattgefunden. Als nächster Schritt ist die Einbindung der Personalvertretungen, der Mitarbeiter und der Kommunalpolitiker geplant. Ziel der Untersuchung ist die Erstellung und Beurteilung konkreter Handlungsfelder für die Zusammenarbeit.

Was sind für Sie die Vorteile der Zusammenarbeit?

Louis: Wir erzielen Einsparungen durch Synergieeffekte wie etwa die bessere Auslastung von Investitionsgütern durch eine gemeinsame Nutzung. Die Höhe der Einsparungen kann ich noch nicht beziffern. Das soll ein Ergebnis des Gutachtens sein. Auf jeden Fall bekommen wir eine höhere Qualität öffentlicher Dienstleistungen für den Bürger durch mehr Spezialisierung.

Welche Bereiche bieten sich für eine Zusammenarbeit an? Welche eher nicht?

Louis: Generell ist es das so genannte Back-Office, also die Bereiche, in denen kein direkter Bürgerkontakt erforderlich ist. Bereiche, in denen der Bürger einen Service vor Ort erwartet, sind tendenziell nicht so geeignet. Zudem hat sich gezeigt, dass bei den Überlegungen zur Zusammenarbeit steuerrechtliche und personalrechtliche Aspekte unbedingt einzubeziehen sind.