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VHS-Leiter in Lebach hat nun Zeit für Reisen
Generationswechsel bei der VHS

VHS-Leiter Joachim Badelt geht in den Ruhestand.
VHS-Leiter Joachim Badelt geht in den Ruhestand. FOTO: STEFAN SCHAAF
Lebach. Der 64-jährige Joachim Badelt gibt im Oktober die Leitung der VHS Lebach an die 44-jährige Angelique Groß ab. Von Astrid Dörr

Seit Juni 2000 ist er bei der VHS, zunächst als pädagogischer Mitarbeiter, ab Oktober 2000 als Leiter. Joachim Badelt, der 18 Jahre die Volkshochschule Lebach geleitet hat, wird am heutigen Donnerstag offiziell verabschiedet.


Ab Oktober darf der dann 64-Jährige die Ruhe genießen, sein Büro überlässt er der Nachfolgerin Angelique Groß, die seit 2013 bei der VHS Lebach als Verwaltungskraft arbeitet. Der Zeitpunkt sei perfekt, der Übergang gut gelöst, findet Badelt, der die Ablösung als Generationswechsel bezeichnet. Seine Nachfolgerin Groß ist 44 Jahre alt. Neben dem Leiter und Stellvertreter gibt es noch eine Verwaltungskraft.

Badelt hat in jedem Semester um die 100 Kurse betreut. „Im gesamten Jahr 2017 waren es 210 Kurse, die wir im Programm hatten“, erzählt er. Hat sich in seiner Amtszeit etwas grundlegend geändert? „Aus Schreibmaschinen- wurden PC-Kurse“, sagt Badelt. Natürlich sei der Anspruch der Teilnehmer gewachsen. „Man muss immer auf dem neuesten Stand sein“, gibt der gebürtige Bayer zu.



Was glaubt er, was die VHS in Lebach auszeichnet? Die Volkshochschule am Standort Lebach sei wichtig, die Nähe, die Erreichbarkeit, die soziale Bindung der Teilnehmer untereinander. Vor allem in den Kursen sei ein „Mitzieh-Effekt“ zu verzeichnen. Die telefonische und persönliche Beratung vor Ort sei ebenso von Vorteil. Die Dozenten seien bekannt, teilweise über Jahrzehnte bei der VHS tätig. „Das zeichnet die Kurse aus, die Leute gehen hin, weil der bestimmte Dozent oder die bestimmte Dozentin den Kurs leitet.“ Und wovon hängt der Erfolg eines Kurses ab? Badelt: „Die Teilnehmer entscheiden, ob der Kurs gut ist, der Erfolgsmaßstab hängt vom Dozenten ab.“

Bewährtes bleibt, Neues muss angeboten werden. Sprachkurse gehen natürlich immer. Ebenso die Gesundheits- und Fitnesskurse. Und die Dozenten? Finden sich genügend, die die Kurse leiten? Badelt: „Früher hatten wir sehr viele Lehrer, die die Kurse am Abend noch zusätzlich gehalten haben. Die Schule ist ja sozusagen nebenan. Aber das geht heute nicht mehr.“ Die Belastung sei zu groß. Aber bisher konnten immer alle Kurse besetzt werden. 2017 beschäftigte die VHS 45 Dozenten.

Und wie geht es weiter, wenn der in Tünsdorf wohnende Badelt nicht mehr arbeitet? Er schmunzelt: „Reisen und Bergwandern, vor allem in meiner bayrischen Heimat. Zeit habe ich ab Oktober ja.“