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Wolfgang Barbian, Chef der Polizei Lebach, wird verabschiedet
Künftig wird der Garten sein Tatort sein

Wolfgang Barbian, Leiter der Polizeiinspektion Lebach
Wolfgang Barbian, Leiter der Polizeiinspektion Lebach FOTO: Wolfgang Barbian
Lebach. „Ich habe alles richtig gemacht.“ Das ist das Fazit von Wolfgang Barbian, Leiter der Polizeiinspektion Lebach (PI), der nach 41 Jahren bei der Polizei in den wohlverdienten Ruhestand geht. Am 15. Februar 1977 wurde er als Polizist eingestellt. Von Astrid Dörr

Nach Lebach kam er am 1. Dezember 2007 zunächst als Stellvertreter von Harald Guldner. bevor er ab 1. März 2012 die PI Lebach leitet bis zu seinem Ausscheiden Ende September diesen Jahres.


Während seiner Dienstzeit in Lebach habe es kaum Veränderungen gegeben. Personell habe sich wenig verändert, um die 80 Bedienstete hat die PI Lebach, zu der auch Schmelz und Saarwellingen gehören. Eine große Herausforderung während seiner Zeit in der Theelstadt sei die große Flüchtlingskrise 2015 gewesen. Aber zusammen mit der Ausländerbehörde habe man die Zeit gemeistert. Wohnten vorher zirka 1000 Flüchtlinge hier, waren es zur „Hochzeit“ über 4000. „Dass es da zu Reibereien kommt, liegt auf der Hand“, erinnert sich Barbian. Und auch das Erdbeben in Saarwellingen 2008 („damals war ich hier Stellvertreter“) ist ihm in Erinnerung geblieben. Bevor er nach Lebach kam, war er in Saarbrücken-St. Johann als Dienstgruppenleiter. Wollte er schon immer Polizist werden? Ursprünglich habe er eine Lehre als Steuerberater angefangen, sich aber dann entschlossen, Polizist zu werden. „Die Berufswahl war klasse“, blickt Barbian zurück. Der in Walpershofen wohnende Beamte hat zwei Kinder und ist verheiratet. Neben seinem Hobby Judo, das ihm während seiner Berufszeit sehr geholfen habe („ich war immer fit“), widmet er sich ab Oktober seinem Haus und Garten. Im Sommer wollte er einiges abarbeiten, „aber erstens war es zu heiß, zweitens wusste ich, dass ich ab Oktober viel Zeit habe, also habe ich einiges liegen lassen“.

Fehlen werden dem 61-Jährigen die Kollegen ganz sicher, das gibt er zu: „Wir haben immer ein tolles Miteinander gehabt, mit den Kollegen, mit der Feurwehr, der Stadt Lebach.“ Auch zur Presse, legt Barbian Wert darauf, dass er sich in Lebach sehr wohl gefühlt habe.



Der erste Polizeihauptkommissar freut sich im Übrigen besonders auf Alfred Schmitt, der erste Leiter der PI Lebach im Gebäude neben dem Rathaus. Der 87-Jährige habe seine Einladung zur Verabschiedung angenommen.