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Fußball
Falscheid: Mehr Erfolg ohne den Erfolgstrainer?

Falscheid. Der Name Benjamin Betz war in den vergangenen Jahren eng mit dem Aufschwung des SC Falscheid verbunden: Der 33-Jährige führte den Club in der Saison 2014/15 als Spielertrainer zur Meisterschaft in der Kreisliga A Theel und zum erstmaligen Aufstieg in die Bezirksliga. Von Philipp Semmler

Zwölf Monate danach wurde Falscheid mit Betz völlig überraschend Vizemeister der Bezirksliga Neunkirchen und verpasste nur durch eine 0:2-Niederlage in einem Entscheidungsspiel gegen die SG Neunkirchen-Selbach den Sprung in die Landesliga.


Doch seit rund vier Wochen ist Betz nicht mehr Trainer bei dem Club aus dem Lebacher Stadtteil, der aktuell Tabellenvierletzter ist. Nach der 1:8-Niederlage beim SV Bubach-Calmesweiler trennte sich der Bezirksligist von seinem Übungsleiter. Falscheids Sportvorstand Christof Schäfer meint dazu: „Uns ist diese Entscheidung wahrlich nicht leicht gefallen, weil wir mit Benjamin fünf fantastische Jahre hatten. Aber wir hatten nach dem schlechten Start die Befürchtung, dass wir das Ruder nicht mehr herumgerissen bekommen, wenn wir nichts ändern.“

Neuer Trainer beim SC ist seit der Trennung von Betz Norbert Weingardt. Mit dem neuen Übungsleiter holte Falscheid bislang vier Punkte in drei Begegnungen. Der neue Trainer war in der Vergangenheit unter anderem als Übungsleiter beim Ligakonkurrenten SV Stennweiler sowie bei Verbandsligist FSG Schiffweiler tätig.



Am Sonntag wartet auf Weingardt und sein Team eine schwere Aufgabe. Dann empfangen die Grün-Weißen um 14.30 Uhr den SV Altstadt. Der SV sorgte diese Saison mit dem Einzug ins Saarlandpokal-Viertelfinale für Schlagzeilen. In der Liga liegt Altstadt auf Platz fünf.

Ex-Trainer Betz stößt auch nach einiger Zeit seine Entlassung immer noch bitter auf. „Die Art und Weise wie das ablief, hat mich enttäuscht“, erklärt der 33-Jährige. „Ich wollte ja eigentlich vor dieser Saison schon aufhören, aber da hat der Verein mich gebeten, weiterzumachen. Dem habe ich zugestimmt.“

Nachdem diese Runde von Beginn an wenig zusammenlief (in den ersten elf Spielen gab es nur einen Sieg), bot Betz dem Verein nach der 0:2-Niederlage im Kellerduell gegen den TSC Neunkirchen Anfang Oktober seinen Rücktritt an. Das habe der Verein aber abgelehnt. Umso überraschter war der 33-Jährige, dass kurze Zeit später dann doch die Trennung erfolgte. „Das hätte man anders kommunizieren können“, findet Betz.

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