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Sportlerehrung
Viel Lob für Lebachs beste Sportler

Bürgermeister Klauspeter Brill (links) und Dieter Heim vom Stadtverband der sporttreibenden Vereine (rechts) mit den Sportlern des TV Lebach
Bürgermeister Klauspeter Brill (links) und Dieter Heim vom Stadtverband der sporttreibenden Vereine (rechts) mit den Sportlern des TV Lebach FOTO: Thiel Achim / Achim Thiel
Lebach . Rund 250 Aktive wurden bei der Sportlerehrung der Stadt Lebach für ihre herausragende Leistungen ausgezeichnet. Einer davon erhielt die nur selten verliehene goldene Ehrengabe, drei goldene Medaillen. Von Philipp Semmler

Das Beste kam zum Schluss: Die Ehrung der Jugendsportler war bei der Lebacher Sportlerehrung schon fast vorbei, da rief Otto Penk­hues vom Vorstand des Stadtverbandes der Sporttreibenden Vereine Finn Schnur auf die Bühne. Dass der Nachwuchssportler aus Aschbach bis ganz am Ende warten musste, hatte einen besonderen Grund. Als einziger der geehrten Kinder und Jugendlichen erhielt Schnur nämlich die goldene Ehrengabe der Stadt Lebach. Die wird nur ganz selten verliehen, denn um sie zu erhalten, muss man mindestens Erfolge auf nationaler Ebene gefeiert haben.


Und dies gelang dem Aschbacher: Schnur gewann am 6. Oktober in Osnabrück die deutsche Jugend- Trial-Meisterschaft des ADAC in seiner Wertungsklasse. Der 13-Jährige, der für den MTC Saar startet, siegte in drei der vier Wertungsläufe und setzte sich so gegen 39 Konkurrenten aus dem gesamten Bundesgebiet durch. „Ein herausragender Erfolg“, fand Penkhues. Beim Motorrad-Trial geht es nicht in erster Linie um Geschwindigkeit, sondern vor allem um Geschicklichkeit. Im Gelände müssen mit dem Motorrad verschiedene Hindernisse überwunden werden.

Drei goldene Medaillen hatte Penk­hues schon zuvor bei der Ehrung der Erwachsenen verliehen: Diese gingen an den Boule-Spieler Manuel Strokosch sowie an die Volleyballer Klaus Reichert und Bernd Berwian. Strokosch, der für den Boule-Club Lebach die Kugeln schwingt, erreichte bei den Europameisterschaften in der Disziplin „Tete a tete“ einen hervorragenden dritten Platz.



Reichert, Vater von Volleyball-Nationalspieler Moritz Reichert, sowie Berwian konnten ebenfalls einen internationalen Erfolg bejubeln: Mit der Ü 60-Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes wurden sie in Loutraki (Griechenland) Vize-Weltmeister (wir berichteten). „Zudem gelang ihnen der Gewinn der deutschen Meisterschaft mit dem Senior-Volley-Saar-Team in der Altersklasse Ü59“, berichtete Penkhues.

Insgesamt wurden in der Stadthalle 77 Erwachsene und 170 Schüler und Jugendliche geehrt – und das, obwohl es strenge Richtlinien für die Ehrung gibt: „Dies bringt zum Ausdruck, welche Bedeutung der Sport in unserer Stadt hat und welch gute Arbeit unsere Vereine leisten“, freute sich Dieter Heim, der Vorsitzende des Stadtverbandes der sporttreibenden Vereine Lebach. Heim führte gemeinsam mit Laudator Penkhues und Bürgermeister Klauspeter Brill die Ehrungen durch.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Schülern der Lebacher Louis-Braille-Schule. Schüler von dieser Bildungseinrichtung standen aber auch bei den Ehrungen auf der Bühne. Die inklusive Mannschaft der Schule belegte beim Bundesfinale des Wettbewerbs „Jugend trainiert für die Paralympics“ zum zweiten Mal in Folge den zweiten Platz in der Disziplin Skilanglauf für Blinde und Sehbehinderte.

Das Team mit Marcel Becker, Lena Hemmer und Jan-Luca Rudig wurde ergänzt durch Johanna Recktenwald (Gemeinschaftsschule Marpingen) und Sally Leidinger (Johannes-Kepler-Gymnasium Lebach). Die meisten der Geehrten kamen von der KG Blau-Weiß Steinbach (Gardetanz) sowie vom TV Lebach (Turnen, Jazzdance, Laufen und Volleyball). Der Sportehrenpreis der Stadt wurde übrigens nicht verliehen, da kein geeigneter Kandidat für diese besondere Auszeichnung vorgeschlagen wurde.