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Fußball
Vogl wird Spielertrainer bei der FSG Bous

Steven Vogl (links im Zweikampf mit dem Köllerbacher Gianni Gotthardt) spielt seit Sommer 2015 für die FSG. Ab der kommenden Saison übernimmt er zusätzlich den Trainerposten.
Steven Vogl (links im Zweikampf mit dem Köllerbacher Gianni Gotthardt) spielt seit Sommer 2015 für die FSG. Ab der kommenden Saison übernimmt er zusätzlich den Trainerposten. FOTO: Ruppenthal
Bous. Fußball-Saarlandligist FSG Bous ist auf der Suche nach einem neuen Trainer für die nächste Saison fündig geworden: Steven Vogl, derzeit Spieler bei der FSG, wird Sammer Mozain beerben. Von Philipp Semmler

Das ging fix! Bereits wenige Tage, nachdem Trainer Sammer Mozain seinen Abschied von der FSG Bous zum Saisonende bekannt gegeben hat (wir berichteten), kann der Club einen Nachfolger präsentieren: Steven Vogl übernimmt ab der kommenden Saison als Spielertrainer beim momentanen Tabellenschlusslicht.



„Wir haben bei der Suche nach dem neuen Trainer erst einmal geschaut, ob es einen Kandidaten in den eigenen Reihen gibt, der das Team bereits kennt. Und da sind wir fündig geworden“, erklärt der FSG-Vorsitzende Georg Hähl. Die Verträge seien zwar noch nicht unterschrieben, aber beide Seiten hätten eine Zusage gegeben.

Für den 26-jährigen Vogl wird es seine erste Trainerstation. Der Mittelfeldspieler war im Sommer 2015 vom FV Püttlingen zur FSG gewechselt. Zuvor hatte er schon für den SC Gresaubach, den 1. FC Riegelsberg, die SF Köllerbach und den SV Auersmacher in der Saarlandliga gespielt. „Ich freue mich riesig auf die Aufgabe und bin schon fleißig am Planen“, sagte Vogl. „Ich wollte ohnehin mal ins Trainergeschäft einsteigen. Dass ich das jetzt so früh tun kann, ist super. Zumal mich das Konzept des Vereins, in der Zukunft auf junge Spieler zu setzen, voll überzeugt.“

Vogl tritt die Nachfolge von Sammer Mozain an, der ab Sommer die neue U23 des 1. FC Saarbrücken in der Kreisliga übernimmt. „Ich hatte eine schöne Zeit in Bous, aber ich bin ein Trainer, der sich weiterentwickeln will“, sagt der 33-Jährige. Diese Chance sieht er bei der Regionalliga-Reserve der Blau-Schwarzen: „Der FCS ist der FCS – auch wenn es in diesem Fall in der Kreisliga ist.“

Bei der FSG bedauert man den Abgang von Mozain, der den Verein im Mai überraschend als Vizemeister der Verbandsliga in die Saarlandliga geführt hatte: „Wir sind mit seiner Arbeit sehr zufrieden, aber wir akzeptieren natürlich seine Entscheidung“, sagt Hähl.



Bevor er in die Landeshauptstadt geht, will Mozain aber noch mit Bous den Klassenverbleib in der Saarlandliga schaffen. „Ich werde alles daran setzen, dass uns dieser gelingt“, bekräftigt der FSG-Trainer. Allerdings muss sich Bous dafür in der Rückrunde steigern. Denn nach einem glänzenden Start (nach dem vierten Spieltag war der Aufsteiger Tabellenzweiter) ist Bous mittlerweile ans Tabellenende abgerutscht.

„Vor allem, weil es uns manchmal an der nötigen Erfahrung fehlt“, sagt Mozain. „Fast die Hälfte der Mannschaft hat ja noch nie in der Saarlandliga gespielt.“ Als Beispiel führt der Übungsleiter die beiden letzten Begegnungen vor der Winterpause an: In Mettlach führte seine Elf bis neun Minuten vor Schluss mit 2:0, musste sich dann aber mit einem 2:2 begnügen. Ähnlich lief es eine Woche später beim 1:2 gegen den SC Friedrichsthal. Da lag Bous bis zur 79. Minute mit 1:0 vorne, verlor aber noch. „Wenn wir nur diese beiden Spiele gewinnen, stehen wir auf einem Nichtabstiegsplatz“, erklärt Mozain.

Bei der „Mission Klassenverbleib“ muss der Trainer des Schlusslichts übrigens ab dem Frühjahr auf zwei Spieler verzichten: Der französische Mittelfeldspieler Hamza Mourchid (26) wechselt in der Winterpause in die USA zum Zweitligisten Miami FC. Angreifer Kevin Jung, der für den Club 21 Tore in den beiden letzten Spielzeiten erzielt hat, kehrt zum Landesligisten SG Körprich-Bilsdorf zurück. „Wir werden versuchen, noch neue Spieler zu verpflichten um diese Abgänge zu kompensieren“, kündigt Mozain an.