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Auf dem Haifisch-Pfad unterwegs

Lebach. Die Auftaktveranstaltung zum Tag des Baumes ging in Lebach über die Bühne. Bevor jedoch neben der Levo-Bank ein Feld ahorn gepflanzt wurde, war dabei eine Wanderung auf Teilen des Haifisch-Pfades und des Rümmelbach-Humberg-Weges angesagt. Sz-Reakteurinmonika Kühn

Der Feldahorn ist Baum des Jahres 2015. Der kleine Bruder des Berg- und des Spitzahorns ist recht unscheinbar; er wird höchstens 15 Meter hoch. Solch ein Baum ziert nun den Platz zwischen Levo-Bank und Theel. Zur Pflanzaktion war Umweltminister Reinhold Jost eigens nach Lebach gekommen. Doch Hand anlegen mussten weder er noch die übrigen Ehrengäste. Der Baum war bereits einen Tag zuvor von Fachleuten gepflanzt worden.

Neben Jost hoben auch Aribert von Pock, Landesvorsitzender des Saarwald-Vereins, Rudi Reiter, Naturschutzbund Nabu, Bürgermeister Klauspeter Brill und Bernd Hell, Levo-Bank, die Bedeutung solcher Pflanzaktionen hervor.

Der Ortsverein Lebach unter seinem Vorsitzenden Heinrich Spengler lud zuvor zu einer Wanderung über Teile des neuen Haifisch-Pfades und des Rümmelbach-Humberg-Weges ein. Danach konnten sich die Wanderer bei Erbsensuppe und Kaffee und Kuchen stärken. Den musikalischen Part hatte der Gesangverein Fidelio Landsweiler übernommen. Bevor es feierlich wurde, war Wandern angesagt. Um die 70 Menschen machten sich in zwei Gruppen auf den Weg. Geführt von den Schmelzer Archäologen und Historikern Edith und Eric Glansdorp, die sich geologisch mit der Geschichte des urzeitlichen Rümmelbach-Humberg-Meeres beschäftigt haben, ging es auf die acht Kilometer lange Strecke. Als Ansprechpartner bei der Wanderung standen auch Lothar Schmidt vom Heimatverein Niedersaubach-Rümmelbach und Wanderwart Udo Alder zur Verfügung.

Von Rümmelbacher Brunnen aus wanderten die Gruppen in einem Rundweg über den Haifisch-Pfad, der am 26. April offiziell übergeben wird. Ehepaar Glansdorp erklärte die Namengebung. Vor 280 Millionen Jahren erstreckte sich in diesem Bereich ein See, der dreimal so groß wie der Bodensee war. Dieses Urmeer von Rümmelbach bis Humberg, bei Bad Kreuznach, brachte die Lebacher Eier hervor und vor allem Fossilien, die für die geologische Geschichte von unschätzbarem Wert sind.

Doch nicht nur wissenschaftliche Informationen erhielten die Wanderer. Sie wurden auch auf die reizvolle Landschaft wie das Tal des Rümmelbaches aufmerksam gemacht. Und, was sicherlich einige nicht wussten, Gresaubach gehörte einst zu Lothringen, Niedersaubach und Rümmelbach zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation.

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