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Kommentar
Es grünt so grün in Lebach

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Klasse Idee! Da muss man erstmal drauf kommen. Grüne Woche, Grünes Band, Grüner Mittelpunkt. Warum also nicht auch ein Ausflug ins Grüne. Und ein Tag der Land- und Forstwirtschaft. Und wenn man so will auch ein Festival im Grünen. Von Astrid Dörr

Es tut sich was in Lebach. Das war auch dringend nötig. Denn die Grüne Woche hatte an Attraktivität verloren. Das Pferderennen stand auf der Kippe, der Mariä Geburtsmarkt war zwar immer noch gut besucht, aber das Flair der letzten Jahrzehnte fehlte. Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang an die Worte meiner verstorbenen Schwiegermutter, die vor 60 Jahren schon in Lebach auf dem Mariä Geburtsmarkt war. „Da gehe ich heute nicht mehr hin, das ist nicht mehr so, wie es mal war.“


Was damals die Massen angelockt hat, Stichwort Viehmarkt, konnte doch gar nicht so schlecht sein. Und so ist es ein Schritt in die richtige Richtung, den Namen der Grünen Woche auch noch mal inhaltlich zu füllen. Natürlich haben sich die Zeiten geändert und natürlich kann man heute nicht mit damals vergleichen. Dennoch ist es wichtig, zu reagieren. Das hat man mit den Oktoberfesten am Freitag und Samstag schon getan. Aber das reicht nicht aus, um die Massen nach Lebach zu locken –und vor allem die Jugend. Bleibt also abzuwarten, wie sich das neue Konzept bewährt. Denn aller Anfang ist schwer. Aber ich bin sicher, dass am Ende in Lebach nicht nur „In Lebach iss Maad“ gesungen wird, sondern vielleicht sogar „Es grünt so grün, wenn Lebachs Grüne Woche blüht“.