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Bergleute trafen sich in Ensdorf

Ensdorf. Bergbau als die Grundlage des Saarlandes war ebenso ein Thema wie Tradition und Grubenwasser. Den Rahmen bildete am Samstag im Ensdorfer Bergmannsheim die 28. Delegiertenversammlung des Landesverbandes der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine. Johannes A. Bodwing

123 Mitglieder aus 49 Vereinen trafen sich am Samstag zur 28. Delegiertenversammlung des Landesverbandes der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine im Ensdorfer Bergmannsheim. Als "einen Berufsstand, der insgesamt zum Wohlstand geführt hat", bezeichnete dort Bürgermeister Hartwin Faust das Bergmannswesen. Der Minister für Justiz sowie Umwelt und Verbraucherschutz, Reinhold Jost , sagte: "Sie sind diejenigen, die die Grundlagen für dieses Land geschaffen haben."

Traditionspflege gehe nicht ohne den Landesverband, sagte Jost. In Sachen Grubenflutung appellierte er an die RAG, überzeugender mitzuarbeiten. Es könne nicht sein, "dass wir für das Unternehmen die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit machen". Und wichtigen Informationen müsse das Ministerium hinterherlaufen. Liefere die RAG das nicht im gesetzten Zeitrahmen, müsse er davon ausgehen, dass eine Gefährdung nicht auszuschließen sei. In diesem Falle "werde ich keine Genehmigung unterschreiben". Zum Ausstieg aus dem Saar-Bergbau meinte Dietmar Geuskens, Vorsitzender der IGBEC: "Es ist ein Fehler!" Unsicherheiten bei Energie-Rohstoffen belasteten Unternehmen und führten zu mehr Investitionen im Ausland.

Für das Projekt Saar-Polygon erwartet Geuskens mehr Unterstützung von offizieller Seite. Der saarländische Bergbau werde von 87 Mitgliedsvereinen repräsentiert, mit rund 27 500 Mitgliedern. "Die Gesellschaft braucht uns", sagte Verbandsvorsitzender Hiery. Für langjährige Mitgliedschaft geehrt wurden 13 Personen. Zu neuen Ehrenmitgliedern bwurden Dietmar Geuskens und Reinhold Jost bestimmt.


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Auf einen blickDen Verbandsvorstand der nächsten vier Jahre bilden der Vorsitzende Klaus Hiery und sein Stellvertreter Bernd Mathieu, Geschäftsführer Philipp Ney und Stellvertreter Günter Scherer, Schatzmeister Werner Heider und Stellvertreter Harald Eisenbarth, Schriftführer Roland Kiefer und Stellvertreter Günter Felten, juristischer Berater Werner Kockler, Pressevertreterin Eva Gross, Jugendvertreter Frank Baumann sowie fünf Beisitzern. az