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Gemeinderat setzt auf interkommunale Zusammenarbeit

Ensdorf. Schon vor der Veröffentlichung des Junkernheinrich-Gutachtens, betonte Ensdorfs Bürgermeister Hartwin Faust , sei er mit der Stadt Saarlouis in Verhandlungen getreten. Dabei ginge es um eine interkommunale Zusammenarbeit: Die Bildung eines gemeinsamen Standesamtsbezirks mit der Kreisstadt Saarlouis eröffne Einsparmöglichkeiten, argumentierte Faust."Die meisten Geburten passieren in Saarlouis , auch sehr viele Sterbefälle werden in Saarlouis beurkundet, lediglich die rund zehn Trauungen könnten dann nicht mehr im "heimatlichen Standesamt" stattfinden, erklärte der Ensdorfer Verwaltungschef im Vorfeld zur Gemeinderatssitzung am Donnerstag. cim

Dort war er angetreten, um von den Ratsmitgliedern eine breite Zustimmung für die Zusammenlegung zum Standesamtsbezirk mit Saarlouis zu erhalten.

Vor allem vor der defizitären Haushaltslage konnten sich die Fraktionen mit diesem Schritt anfreunden, nur die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen tat sich etwas schwer, da durch die Zusammenlegung keine Stelle wegfallen würde.

"Momentan würden wir die freie Stelle nutzen, um die ankommenden Flüchtlinge zu betreuen, ansonsten müssten wir eine weitere Stelle schaffen. Mittelfristig wird durch die Einsparung von Sach- und Personalkosten der Haushalt um etwa 10 000 Euro entlastet werden", erklärte Bürgermeister Faust.

Eine breite Mehrheit von 21 Gemeinderatsmitgliedern sprach sich für die Zusammenlegung aus und beauftragte Faust mit Oberbürgermeister Roland Henz in weitere Verhandlungen zu treten. Nun wird sich der Stadtrat in Saarlouis mit dem Thema beschäftigen. Erst danach könne eine "öffentlich rechtliche Vereinbarung zur Bildung eines gemeinsamen Standesamtsbezirks Saarlouis mit der Übernahme sämtlicher diesbezüglicher Aufgaben" getroffen werden.