Schlechte Karten für Schnäppchenjäger

Schlechte Karten für Schnäppchenjäger

Silvester in der Karibik, unter dem Eiffelturm oder in der Skihütte – zum Jahreswechsel treibt es viele Saarländer in die Ferne. Wir haben in Reisebüros im Landkreis gefragt, ob es noch Möglichkeiten gibt.

Beliebtes Ziel zum Jahreswechsel ist Paris.

Das Jahresende rückt unaufhaltsam näher. Wer jetzt noch keinen Plan für die letzte Nacht des Jahres hat: Auch für Kurzentschlossene gibt es noch Möglichkeiten, das Jahresende nicht in der Heimat zu verbringen. "Der Schlüssel ist die Flexibilität", sagt Patrick Lehmann vom First Reisebüro in Dillingen. "Je flexibler der Kunde hinsichtlich Reisedaten, Reiseziel und Preisklasse ist, umso eher findet man noch freie Angebote." Schnäppchen seien allerdings rar. Vor allem warme Urlaubsziele seien um den Jahreswechsel generell teuer. Das gilt auch für zur Zeit weniger gefragte Länder wie Ägypten. "Wegen der sinkenden Nachfrage wurde das Flugkontingent verringert, wodurch die Preise wieder höher sind", erklärt Lehmann.

Im Reisebüro Tui Travelstar in Bous geht der Trend zum frühzeitigen Buchen. "Die meisten Kunden buchen ihren Urlaub schon im April oder Mai", berichtet der Inhaber Rainer Lorenz. Klassische Ziele sind die kanarischen Inseln und Ägypten. Lorenz rät zum Frühbuchen: "Je früher, desto besser." Hotelaufenthalte mit eigener Anreise solle man jedoch besser erst zwei Monate vor Jahresende buchen. "Oft legen Hotels erst dann spezielle Winterangebote fest", weiß Lorenz.

Beliebt sind über die Feiertage auch kurze Städtereisen. Nach Berlin und Paris soll es oft gehen - hier ist auch eine kurzfristige Anreise noch möglich, meint Lorenz. Spontan in den Süden zu reisen hält er hingegen für schwierig. "Die Zeiten der Last-Minute-Schnäppchen sind vorbei", sagt Lorenz. "Vor drei Jahren buchten die Veranstalter feste Kontingenten. Dann wurden freie Plätze oft billig verkauft." Heute buchen die Reiseveranstalter die Flüge und Übernachtungen direkt bei den Fluggesellschaften und Hotels und gehen somit kein Risiko mehr ein - zum Nachteil der Schnäppchenjäger.

Diese haben auch im ADAC-Reisebüro in Saarlouis eher schlechte Karten. "Viele Reisen sind komplett ausgebucht oder den Kunden zu teuer", sagt Martha Horn vom ADAC-Reisebüro. In diesem Jahr erkundigen sich viele Saarlouiser nach Kurztrips. Wenn es nur für wenige Tage weggehen soll, sind Städtereisen die beste Lösung, findet sie. "Fernreisen, Busreisen oder Kreuzfahrten sind oft nur wochenweise möglich", sagt Horn. Buchbar sind auch Komplettpakete mit Silvestergala und Dinner, oft noch in Verbindung mit Wellness. Horn empfiehlt den Unsicheren einen Trip nach Berlin und den Jahreswechsel am Brandenburger Tor oder in einem der unzähligen Nachtclubs. Wem das zu weit ist, dem rät sie zu einigen Tagen im Wellnesshotel, zum Beispiel in Stuttgart oder Köln.