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"Mein Herz schlägt mehr für Rock"

"Mein Herz schlägt mehr für Rock"

Herr Tozzi, seit vier Jahrzehnten sind Sie im Musikgeschäft erfolgreich, aber Konzertbesucher in Deutschland wollen immer Ihre Hits vom Ende der 70er Jahre hören: "Ti Amo", "Tu", "Gloria" sowie "Gente Di Mare", womit Sie 1987 beim Eurovision Song Contest mit Raf Dritter wurden. Spielen sie die Songs überhaupt noch gerne?Tozzi: Für mich ist es ein Glück, dass ich überall auf der Welt Menschen finde, die meine Lieder kennen und sie mit mir singen. Das ist fantastisch. Ich hoffe, dass dies auch in Dillingen so sein wird, obwohl meine letzte Tour in Deutschland zehn Jahre zurückliegt.Andere Sänger waren mit Ihren Hits noch erfolgreicher als Sie: Howard Carpendale mit "Ti Amo" auf Deutsch und Laura Branigan mit "Gloria" auf Englisch. Haben Sie einmal überlegt, auch in einer zweiten Sprache zu singen?Tozzi: Der englische Markt ist für Italiener nicht einfach zu erobern. Italienische Sänger werden dort nicht so leicht akzeptiert. Ich sehe es daher als Geschenk an, dass Cover-Versionen meine Musik in andere Länder, andere Teile der Welt getragen haben. Italienischen Sängern passiert es nicht oft, dass andere Künstler ihre Lieder neu aufnehmen. Ist Ihre Musik dafür zu italienisch?Tozzi: Nein, das nicht. Ich denke nicht einmal, dass sie typisch italienisch ist. Ich sehe meine Musik als Pop-Rock. Andere, wie Eros Ramazotti oder Andrea Bocelli, singen die Melodien eher auf klassisch italienische Weise. Meine Musik war in den 80er Jahren sehr beliebt. Damit hatte ich auch außerhalb Italiens Erfolg damit. Aber seither hat sich die Musikszene sehr verändert. Heute ist es nicht mehr einfach, einen Hit so zu produzieren wie ich damals. Die Plattenfirmen arbeiten auch anders.Wie drückt sich das aus?Tozzi: Die Komponisten sind nicht mehr so frei, wie wir es waren. Heute müssen sie auf ein bestimmtes Publikum hin schreiben, zum Beispiel für die Disco, eine Fernsehshow oder einen Film.Beeinflusst das auch Sie?Tozzi: Auch die Mentalität der Künstler hat sich geändert, auch meine. Aber ich schreibe meine Lieder weiter selbst und bringe meine Ideen in das Arrangement und das Producing ein. Ich versuche, das immer noch auf die selbe Weise zu machen. Aber die einzig wahre Form der Musik ist, auf der Bühne zu stehen. Studioarbeit ist etwas völlig anderes.Heißt das, Ihre Klassiker klingen nicht mehr wie früher?Tozzi: Bei Live-Auftritten sind sie rockiger als meine Studioaufnahmen. Insgesamt ist mein Konzert mehr Rock als Pop, sogar "Ti Amo" rockt mehr. Mein Herz als Musiker schlägt mehr für Rock als Pop.Wie hat sich Ihre Musik über die Jahrzehnte verändert? Anfangs stand Ihre Stimme ganz im Mittelpunkt langsamer Stücke.Tozzi: Das ist wahr. Heute arrangiere ich meine Lieder mehr wie eine Band. Für einen Musiker ist es wichtig, eine Band um sich zu haben. In Dillingen habe ich sechs Musiker auf der Bühne. Auch beim Aufnehmen der Songs sehe ich mich eher als Teil einer Band denn nur als Sänger. Dadurch nehme ich viele Einflüsse auf. Ich habe schon früh viel Stücke mit amerikanischen Studio-Musikern eingespielt. Sie bringen ihr eigenes Gefühl ein und verändern damit die Stimmung meiner Musik etwas.

Herr Tozzi, seit vier Jahrzehnten sind Sie im Musikgeschäft erfolgreich, aber Konzertbesucher in Deutschland wollen immer Ihre Hits vom Ende der 70er Jahre hören: "Ti Amo", "Tu", "Gloria" sowie "Gente Di Mare", womit Sie 1987 beim Eurovision Song Contest mit Raf Dritter wurden. Spielen sie die Songs überhaupt noch gerne?Tozzi: Für mich ist es ein Glück, dass ich überall auf der Welt Menschen finde, die meine Lieder kennen und sie mit mir singen. Das ist fantastisch. Ich hoffe, dass dies auch in Dillingen so sein wird, obwohl meine letzte Tour in Deutschland zehn Jahre zurückliegt.Andere Sänger waren mit Ihren Hits noch erfolgreicher als Sie: Howard Carpendale mit "Ti Amo" auf Deutsch und Laura Branigan mit "Gloria" auf Englisch. Haben Sie einmal überlegt, auch in einer zweiten Sprache zu singen?Tozzi: Der englische Markt ist für Italiener nicht einfach zu erobern. Italienische Sänger werden dort nicht so leicht akzeptiert. Ich sehe es daher als Geschenk an, dass Cover-Versionen meine Musik in andere Länder, andere Teile der Welt getragen haben. Italienischen Sängern passiert es nicht oft, dass andere Künstler ihre Lieder neu aufnehmen. Ist Ihre Musik dafür zu italienisch?Tozzi: Nein, das nicht. Ich denke nicht einmal, dass sie typisch italienisch ist. Ich sehe meine Musik als Pop-Rock. Andere, wie Eros Ramazotti oder Andrea Bocelli, singen die Melodien eher auf klassisch italienische Weise. Meine Musik war in den 80er Jahren sehr beliebt. Damit hatte ich auch außerhalb Italiens Erfolg damit. Aber seither hat sich die Musikszene sehr verändert. Heute ist es nicht mehr einfach, einen Hit so zu produzieren wie ich damals. Die Plattenfirmen arbeiten auch anders.Wie drückt sich das aus?Tozzi: Die Komponisten sind nicht mehr so frei, wie wir es waren. Heute müssen sie auf ein bestimmtes Publikum hin schreiben, zum Beispiel für die Disco, eine Fernsehshow oder einen Film.Beeinflusst das auch Sie?Tozzi: Auch die Mentalität der Künstler hat sich geändert, auch meine. Aber ich schreibe meine Lieder weiter selbst und bringe meine Ideen in das Arrangement und das Producing ein. Ich versuche, das immer noch auf die selbe Weise zu machen. Aber die einzig wahre Form der Musik ist, auf der Bühne zu stehen. Studioarbeit ist etwas völlig anderes.Heißt das, Ihre Klassiker klingen nicht mehr wie früher?Tozzi: Bei Live-Auftritten sind sie rockiger als meine Studioaufnahmen. Insgesamt ist mein Konzert mehr Rock als Pop, sogar "Ti Amo" rockt mehr. Mein Herz als Musiker schlägt mehr für Rock als Pop.Wie hat sich Ihre Musik über die Jahrzehnte verändert? Anfangs stand Ihre Stimme ganz im Mittelpunkt langsamer Stücke.Tozzi: Das ist wahr. Heute arrangiere ich meine Lieder mehr wie eine Band. Für einen Musiker ist es wichtig, eine Band um sich zu haben. In Dillingen habe ich sechs Musiker auf der Bühne. Auch beim Aufnehmen der Songs sehe ich mich eher als Teil einer Band denn nur als Sänger. Dadurch nehme ich viele Einflüsse auf. Ich habe schon früh viel Stücke mit amerikanischen Studio-Musikern eingespielt. Sie bringen ihr eigenes Gefühl ein und verändern damit die Stimmung meiner Musik etwas.

Auf einen BlickUmberto Tozzi hat 32 Millionen Singles und Alben verkauft. Vor drei Jahren wurde er für die "Beste italienische Tour 2007" ausgezeichnet. 2009 legte er das Album "Non solo live" vor. Jetzt ist er mit seiner Neuveröffentlichung "Superstar" auf Tournee.Das Konzert im Dillinger Lokschuppen am Dienstag, 9. November, beginnt um 20 Uhr. Stehplätze kosten 48,60, Sitzplätze 60,40 Euro im Vorverkauf beim Kulturamt der Stadt Dillingen, Tel. (0 68 31) 70 92 47. Im Internet gibt es sie für 49,60 und 61,40 Euro unter www.ticketmaster.de. kni