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Fußball
Die Interims-Trainer sollen bleiben

 Abwehrchef Marius Neumeier übernahm gemeinsam mit Francesco Schifino vor 14 Tagen das Traineramt – und soll das auch nächste Saison tun.  Foto: Kerosino
Abwehrchef Marius Neumeier übernahm gemeinsam mit Francesco Schifino vor 14 Tagen das Traineramt – und soll das auch nächste Saison tun.  Foto: Kerosino FOTO: Thiel Achim / Achim Thiel
Dillingen. Derbyzeit in der Fußball-Oberliga: Mindestens 500 Zuschauer erwartet der VfB Dillingen im Stadtduell gegen Diefflen. Von Philipp Semmler

Fußball-Oberligist VfB Dillingen wird wohl auch kommende Spielzeit von Francesco Schifino und Marius Neumeier trainiert. Das Duo steht seit gut zwei Wochen beim VfB in der Verantwortung. VfB-Urgestein Schifino (40) und Abwehrchef Neumeier (29) übernahmen nach der überraschenden Trennung von Übungsleiter Daniel Kiefer (wir berichteten) beim Tabellenletzten.


Damals sagte der Vorsitzende Frank Schnubel, es werde noch geprüft, ob das Interims-Trainer-Duo auch eine Option für die kommende Runde sei. Dies ist mittlerweile geschehen: „Es gibt eine Willenserklärung von beiden Seiten, dass das Engagement über diese Saison hinaus weitergeht“, erklärte Schnubel am Freitag. „Unterschrieben ist aber noch nichts.“ Der Vorsitzende ergänzt: „Wir von Vereinsseite bevorzugen diese interne Lösung, weil wir den unter Daniel Kiefer eingeschlagenen Weg, mit jungen Spielern zu arbeiten, weiter gehen wollen.“

Vor der „Willenserklärung“ gab es bei den Hüttenstädtern viele Gespräche. „Wir haben mit unseren Spielern und den Neuzugängen gesprochen, ob sie sich auch unter den neuen Umständen an ihre Zusagen halten – und die Resonanz war positiv.“



Fünf Neuzugänge hatte der VfB bereits vor dem Start in die Rückrunde unter Dach und Fach. Die Namen will Schnubel nicht verraten. Einer davon wird aber Torhüter Julian Wamsbach vom Ligarivalen FC Hertha Wiesbach sein. Dies gab Dillingens Oberliga-Konkurrent bekannt. Der 22-Jährige hat bereits 119 Oberliga-Partien für die Hertha und den 1. FC Saarbrücken II absolviert.

Fest steht auch, dass es beim VfB neben dem schon länger bekannten Weggang von Kapitän Jannik Theobald und von Defensiv-Spieler Yannick Schetter (beide als Spielertrainer zum SV Wallerfangen) noch zwei weitere Abgänge gibt. Torhüter Jan-Philipp Greff (zehn Einsätze in dieser Saison) hat seinen Vertrag ebenso nicht verlängert wie Michael Heidt. Der 21-jährige Heidt, der in dieser Spielzeit noch nicht eingesetzt wurde, schließt sich Saarlandligist SV Mettlach an. Wohin Greff wechseln wird, ist noch nicht bekannt.

Greff wird vermutlich das Derby des VfB an diesem Samstag um 15.30 Uhr an der Dillinger Papiermühle gegen den FV Diefflen verpassen. Der Torwart ist nach einer Erkältung noch nicht fit –nicht das einzige Personalproblem beim VfB. Unter anderem fehlt auch Kapitän Theobald mit einer Knieverletzung. Dafür ist der Ex-Dieffler Niclas Judith wieder fit. Judith ist mit fünf Treffern gemeinsam mit Hassan Srour bislang Dillingens Top-Torschütze.

Trotz einiger Ausfälle und zuletzt zehn Niederlagen in Serie ist bei den Hüttenstädtern die Vorfreude groß: „Das Stadtderby ist immer etwas Besonderes“, sagt Schnubel. Der VfB rechnet mit mehr als 500 Besuchern. In den vergangenen Jahren waren es auch schon mal über 1000. Angesichts des bescheidenen Wetters kalkuliert Dillingen aber vorsichtig.

Lucas Bidot vom FV Diefflen wechselt im Sommer zum FC Hertha Wiesbach. Dies gab die Hertha bekannt. Diefflens Trainer Thomas Hofer hatte gegenüber der SZ bereits vor einer Woche erklärt, dass der 20-Jährige, der derzeit mit einem Kreuzbandriss außer Gefecht ist, den FV verlassen wird.