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Saarbrücker Caritas kämpft gegen Armut

Saarbrücken. Der Caritasverband weist darauf hin, dass sich die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter öffnet. Immerhin ein Siebtel der Deutschen sei arm. Betroffen seien vor allem Alleinerziehende und Familien. Haushalte mit drei und mehr Kindern seien extrem gefährdet

Saarbrücken. Der Caritasverband weist darauf hin, dass sich die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter öffnet. Immerhin ein Siebtel der Deutschen sei arm. Betroffen seien vor allem Alleinerziehende und Familien. Haushalte mit drei und mehr Kindern seien extrem gefährdet.Das zeige, dass Familien "in unserer angeblich kinderfreundlichen Gesellschaft erheblich benachteiligt sind". Deshalb ruft der Caritasverband für Saarbrücken und Umgebung zum Engagement für Solidarität, Gerechtigkeit, Menschenwürde und für die Teilhabe aller am sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Leben auf. Und die Caritas ist gegen die drohenden Kürzungen bei Sozialausgaben. "Gespart werden darf nicht noch weiter auf Kosten der Ärmsten", sagte Caritasdirektor Johannes Simon. Der Caritasverband kämpfe gegen die "wachsende Kluft zwischen Armut und Reichtum in unserem Land." Armut gebe Menschen das Gefühl, "ausgegrenzt und kein gleichwertiges Mitglied der Gesellschaft zu sein". Der Saarbrücker Caritasverband sei in Kirche, Gesellschaft und Politik Partner und Anwalt von sozial benachteiligten und ausgegrenzten Menschen. Deshalb wolle er in sozialen und kirchlichen Netzwerken für eine bessere Gesellschaft arbeiten. Das jetzt verabschiedete Positionspapier soll dabei eine Orientierung und Auftrag für die zukünftige Arbeit sein. Simon: "Es stellt den Menschen in den Mittelpunkt und betont das Bemühen des Caritasverbandes, die Lebenssituation von in Not geratenen Menschen zu verbessern."


Die Caritas befürchtet, dass dringend notwendige Leistungen im sozialen Bereich wegfallen, sagt Simon: "Dies muss mit aller Kraft verhindert werden, damit soziale Gerechtigkeit und sozialer Frieden in unserer Gesellschaft erhalten bleiben." red