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Landfrauen mischen kräftig mit

Landesgeschäftsführerin Vera Backes, die Einöder Vorsitzende Judith Schuberth und Kreisvorsitzende Gabi Antes (von links) stoßen auf das Jubiläum an. Foto: Bernhard Reichhart
Landesgeschäftsführerin Vera Backes, die Einöder Vorsitzende Judith Schuberth und Kreisvorsitzende Gabi Antes (von links) stoßen auf das Jubiläum an. Foto: Bernhard Reichhart
Einöd. Seit nunmehr fünf Jahrzehnten vertritt der Landfrauenverein Einöd die Interessen von Frauen im ländlichen Raum. Der 1958 gegründete Verein ist damit einer der ältesten Landfrauenvereine im Saarland. Am Wochenende feierte er in der Saarpfalzhalle sein 50-jähriges Bestehen Von SZ-Mitarbeiter Bernhard Reichhart

Einöd. Seit nunmehr fünf Jahrzehnten vertritt der Landfrauenverein Einöd die Interessen von Frauen im ländlichen Raum. Der 1958 gegründete Verein ist damit einer der ältesten Landfrauenvereine im Saarland. Am Wochenende feierte er in der Saarpfalzhalle sein 50-jähriges Bestehen. "Wir trinken nicht nur Kaffee und stricken Strümpfe", räumte die Vorsitzende des Jubiläumsvereins, Judith Schuberth, mit einem noch immer weit verbreiteten Vorurteil über die Landfrauen auf. So sei der Ortsverein der Landfrauen mit seinen annähernd 100 Mitgliedern ein fester Bestandteil im Leben des Ortes und vereine zwei Generationen von Frauen. Schuberth wies auf das anspruchsvolle Bildungsangebot der Landfrauen hin. Als Beispiel nannte sie das Projekt "Fit mit Milch" oder den Ernährungsführerschein. "Wir sind uns unserer Verantwortung für die Gesellschaft bewusst", erklärte Schuberth. Mit Themen wie Hauswirtschaft, Bildung, Ernährung, Kultur und Erziehung sei der Landfrauenverein für das große Umfeld der Familie zuständig. Vera Backes, Geschäftsführerin des Landesverbandes der Saarlandfrauen, wies darauf hin, dass der Landesverband mit seinen rund 5000 Mitgliedern der größte unabhängige Frauenverband im Saarland sei und sich als Interessenvertretung aller Frauen im ländlichen Raum und nicht nur der Bäuerinnen und Landwirtinnen verstehe, betonte Backes. Mit der Umbenennung des Verbandes in "Saarlandfrauen" wolle man sich auch für neue Mitglieder öffnen. Mit einem unterschiedlichen Bildungsangebot wolle man Tradition mit Moderne verbinden. Die Einöder Landfrauen hätten das kulturelle und gesellschaftliche Leben in der Dorfgemeinschaft bisher entscheidend geprägt, stellten Gabi Antes, Kreisvorsitzende des Landfrauenverbandes, und der Beigeordnete der Stadt Homburg, Rüdiger Schneidewind, heraus. "Das Gemeinschaftsleben in Einöd hat sehr viel mit den Landfrauen zu tun", lobte Schneidewind das Engagement der Frauen. Ortsvorsteher Karl Schuberth erinnerte daran, dass sich das Umfeld des von Bäuerinnen vor 50 Jahren gegründeten Vereins in einem von der Landwirtschaft geprägten Dorf verändert habe. "Doch die Einöder Frauen haben sich den geänderten Anforderungen angepasst und üben heute noch eine wichtige Funktion aus", meinte der Ortsvorsteher. Lob gab es auch von Pfarrerin Heide Salm für das große Engagement der Landfrauen für den Ort und auch für die Kirchengemeinde. In den fünf Jahrzehnten hätte der Verein einen tief greifenden Wandel des Landlebens erlebt und mitgestaltet. Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom Duo "Duell".



Auf einen BlickDer Landfrauenverein Einöd wurde 1958 gegründet und ist einer der ältesten Landfrauenvereine im Saarland. Vorsitzende des annähernd 100 Mitglieder zählenden Vereins ist seit 14 Jahren Judith Schuberth. Die Mitglieder treffen sich regelmäßig von Oktober bis April zweimal im Monat in der Feuerwache. Auf dem Programm stehen unter anderem Vorträge zu Themen der Gesundheit, der Ernährung, aber auch kulturelle Vorträge. re