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Einfache Tipps gegen den Durchhänger im Frühling

Einfache Tipps gegen den Durchhänger im Frühling

St. Wendel. Etwa die Hälfte unserer Bevölkerung ist in den Monaten März bis Mai von einem Phänomen betroffen, das man als "Frühjahrsmüdigkeit" bezeichnet: Abgeschlagenheit, Schwindel, Kreislaufschwäche, Gereiztheit, Wetterfühligkeit, Unlustgefühle

St. Wendel. Etwa die Hälfte unserer Bevölkerung ist in den Monaten März bis Mai von einem Phänomen betroffen, das man als "Frühjahrsmüdigkeit" bezeichnet: Abgeschlagenheit, Schwindel, Kreislaufschwäche, Gereiztheit, Wetterfühligkeit, Unlustgefühle. Der Grund ist noch nicht ganz geklärt, man ist sich aber einig, dass das Licht eine entscheidende Rolle dabei zu spielen scheint ebenso wie der Temperaturanstieg, Hormonschwankungen (Melatonin, Serotonin), Wetterwechsel und Ernährungsumstellung. Was kann man gegen Frühjahrsmüdigkeit tun? Meist fehlen dem Körper nach dem Winter Vitamin B, C, Eisen, Magnesium, Selen, Zink, Calcium, Kalium. Deshalb sollte man Nahrungsmittel mit hohem Gehalt an diesen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen zu sich nehmen: Geeignet sind dafür frisches Obst (vor allem auch tropische Früchte wie Papayas, Mangos, Avocados), Gemüse (vor allem auch Brokkoli, Paprika, Kohlarten, Kartoffeln, Karotten). Sinnvoll sind besonders Vitamin-E-Spender wie Blattgemüse, Nüsse, Samen, Eigelb sowie Vollkornprodukte (Brot, Müsli). Vermeiden sollte man trotz der Müdigkeit dagegen alltägliche "Dopingmittel" wie Kaffee, schwarzen Tee oder Alkohol: Sie putschen einen zuerst auf, führen danach aber zu noch mehr Schlappheit und entwässern obendrein. Besser eignen sich Getränke wie Kräutertees, Frucht- oder Gemüsesäfte, Mineralwässer. Pro Tag sollte man zwei bis drei Liter trinken. Ein guter Wecker für die Lebensgeister ist ein eiweißreiches Frühstück. Frische Luft hilft sofortZu ergänzen sind diese Muntermacher mit viel Bewegung an frischer Luft: Schon ein Spaziergang von nur zehn Minuten täglich reicht, um den Körper mit genug natürlichem Licht und Sauerstoff zu versorgen und die Stimmung zu heben. Noch besser ist Radfahren und Laufen. Darüber hinaus kann auch morgendliche Gymnastik Wunder wirken. Auch Wechselduschen frühmorgens - mit kaltem Wasser aufhören - oder kalte Kneipp'sche Armgüsse kurbeln den Kreislauf an. Saunagänge regen ebenfalls den Kreislauf an und sorgen für eine bessere Durchblutung. Wem all das nicht auf die Sprünge hilft, sollte bei Phasen von Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und Leistungsabfall ruhig eine Pause einlegen: ein kurzes Nickerchen oder Mittagsschläfchen. Der "tote Punkt" ist oft durch etwas Süßes zu überwinden, am besten aber keine Süßigkeiten essen, sondern Trockenfrüchte. Sollte die Frühjahrsmüdigkeit nicht innerhalb einiger Wochen abklingen oder sich größere Erschöpfungszustände bemerkbar machen, ist eine ärztliche Untersuchung anzuraten. red