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Freibad dicht trotz Hitze

Dudweiler/Saarbrücken. Während bei traumhaft schönem Wetter am Wochenende ein wenig Abkühlung und Vergnügen suchende Menschenmassen ins Saarbrücker Totobad strömten, schauten die Badefreunde in Dudweiler in die Röhre. Dort war auch gestern - am bisher heißesten Tag des Jahres - das Freibad geschlossen. Der Eingang vergittert und keine Menschenseele im Kassenhäuschen Von SZ-Redakteurin Michèle Hartmann

Dudweiler/Saarbrücken. Während bei traumhaft schönem Wetter am Wochenende ein wenig Abkühlung und Vergnügen suchende Menschenmassen ins Saarbrücker Totobad strömten, schauten die Badefreunde in Dudweiler in die Röhre. Dort war auch gestern - am bisher heißesten Tag des Jahres - das Freibad geschlossen. Der Eingang vergittert und keine Menschenseele im Kassenhäuschen. Eine Dudweilerin mutmaßte schon, in der Nacht zuvor habe sich die Zerstörungswut unbekannter Täter im Bad ausgetobt. Die Polizei wusste davon nichts, und auch Anwohner zuckten nur mit den Schultern.



Das Freibad bot am Sonntagmorgen jedenfalls ein Bild des Friedens. Leider, wird manch einer sagen, der lieber die Badehose eingepackt und sich in die erfrischenden Fluten gestürzt hätte. "Woran aber liegt es, dass bei Temperaturen um die 30 Grad Celsius die Dudweiler Bürger vor verschlossenen Türen standen?", wollten wir am Sonntag wissen. Doch auch die, die es wissen müssten, sind ratlos. Nicht mal der Förderverein Dudweiler Freibad mit seinen rund 70 Mitgliedern konnte aktuell ein genaues Datum nennen. "Wir reagieren kurzfristig nach Wetterlage", hatte Rainer Hück, der Prokurist der Saarbrücker Bäderbetriebsgesellschaft (BBS), Ende April noch erklärt. Hück oder ein anderer Verantwortlicher der Bäderbetriebsgesellschaft war am Sonntag nicht erreichbar.