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Eine Hommage an Helmut Collmann

Helmut Collmanns „Gestricktes in Bunt“. Fotos: Katalog/E. Grein
Helmut Collmanns „Gestricktes in Bunt“. Fotos: Katalog/E. Grein
Rehlingen. Die Ausstellung im Schloss Hausen zeigt ab 3. November 40 Werke des verstorbenen Künstlers Helmut Collmann. Der gebürtige Rehlinger fand seine Inspiration für seine Malerei vor allem in seinen zahlreichen Reisen. Von SZ-Mitarbeiter Erhard Grein

Der Heimatverein Rehlingen ehrt mit einer Ausstellung im Schloss von Hausen den 1918 in Rehlingen geborenen Maler und Grafiker Helmut Collmann. 1978 war ihm der Albert-Weisgerber-Preis für Bildende Kunst in St. Ingbert verliehen worden. Der Künstler starb 1996 in Saarbrücken. Den meisten Rehlingern ist er unbekannt geblieben. Für den Heimatverein Rehlingen ist es nach den Worten von Ferdi Kappenberg, dem ersten Vorsitzenden, eine "besondere Verpflichtung und Ehre, Werke von Helmut Collmann in seinem Geburtsort Rehlingen auszustellen".

Im Anschluss an den Besuch des Ludwigsgymnasiums in Saarbrücken nahm Collmann 1933 das Studium an der Staatlichen Kunstschule in Saarbrücken auf. Von 1936 bis 1938 studierte er bei den Professoren Karl Casper, Adolf Schinnerer und Julius Dietz an der Akademie der Bildenden Künste in München.

Der Künstler unternahm 1939 seine erste Reise nach Italien, 1947 besuchte er erstmals Paris. Er reiste dann jährlich nach Frankreich, Korsika, Italien, Holland und Norwegen. Collmanns Werke wurden weithin bekannt. Im Saarländischen Künstlerbund war er unter anderem an Ausstellungen in Saarbrücken, Kaiserslautern, Bonn und Paris beteiligt.

Die vielen Reisen Collmanns entsprachen seiner Neigung, Landschaften zu malen. Bei ihm gab es auch eine gewisse Treue zum gegenständlichen Motiv. Ebenso bezog er architektonische Motive in seine Malerei ein. Hinzu kommt die Porträtmalerei, sehr aussagekräftig auch seine Selbstporträts. Neben Stillleben schuf Collmann viele Zeichnungen mit Feder, Pinsel, Kreide und Bleistift wie auch Grafiken in Tempera.

Die Ausstellung im Schloss Hausen in Rehlingen mit etwa 40 Werken wird am Sonntag, 3. November, um 11 Uhr, eröffnet. Eine Einführung gibt Martin Buchhorn. Die Vernissage wird von der in Biringen lebenden koreanischen Künstlerin Jungsun-Kim musikalisch umrahmt.

Die Ausstellung ist bis 24. November jeweils samstags, sonntags und mittwochs von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.