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Ein Stück Menschheitsgeschichte

Der Künstler Wolfgang Trost hat dieses Aquarell des Hiwwelhauses gemalt. Ein Vortrag beleuchtet die Geschichte der Familie Laub, die dort wohnte.Foto: Trost
Der Künstler Wolfgang Trost hat dieses Aquarell des Hiwwelhauses gemalt. Ein Vortrag beleuchtet die Geschichte der Familie Laub, die dort wohnte.Foto: Trost
Alsweiler. Eigentlich ist es nur eine Familiengeschichte - und doch zugleich ein exemplarisches Stück Menschheitsgeschichte, wie unter dem Mikroskop. Im historischen Hiwwelhaus in Alsweiler lebte im Jahre 1774 die Familie Laub: Vater und Mutter mit sechs Kindern sowie den Großeltern, dem Gesinde und weiteren Helfern

Alsweiler. Eigentlich ist es nur eine Familiengeschichte - und doch zugleich ein exemplarisches Stück Menschheitsgeschichte, wie unter dem Mikroskop. Im historischen Hiwwelhaus in Alsweiler lebte im Jahre 1774 die Familie Laub: Vater und Mutter mit sechs Kindern sowie den Großeltern, dem Gesinde und weiteren Helfern. Von dieser Familie stammen bis heute insgesamt rund 3300 weitere Familien ab, deren Angehörige zum Teil noch in Alsweiler leben, zum Teil in alle Welt verstreut sind. Wie diese Verzweigung vonstattenging, demonstriert der Verein für Heimatkunde Alsweiler an diesem Sonntag, 20. Januar, um 16 Uhr bei einem Historischen Nachmittag im Hiwwelhaus. Präsentiert wird ein Forschungsprojekt von Robert Groß, der sich mit der Vorlage des Alsweiler Familienbuches schon vor 20 Jahren als bester Kenner der Familienverhältnisse im Dorf ausgewiesen hat.Robert Groß hat eine Datenbank angelegt und kann mit ihrer Hilfe jedem Bürger, der die Verbindungen klären will, durch Eingabe seines Namens im Computer eine Auskunft geben. Bei der Veranstaltung im Hiwwelhaus wird er dies vorführen und damit am Beispiel der Familie Laub belegen, in welcher Weise sich eine typische Dorffamilie des 18. Jahrhunderts in unserer Region ausgebreitet hat.



Familienoberhäupter waren Johann Laub und seine Frau Barbara, geb. Staub, beide stammten aus Alsweiler. Zwei der Kinder waren Söhne, die vier Mädchen verheirateten sich im Dorf und in der Nachbarschaft und nahmen andere Namen an: Brill, Gessner, Kreuz und Neis. Deshalb sind es nicht nur die Familien mit dem Namen Laub, deren Angehörige von dieser Urfamilie im Hiwwelhaus abstammen, sondern weitaus mehr. Vielmehr ziehen sich die Verbindungen quer durch das ganze Dorf, aber auch weit darüber hinaus in die gesamte Region und bis ins Ausland, auch nach Amerika. Beispielsweise ist auch Bürgermeister Werner Laub aus Marpingen einer der zahlreichen Menschen, deren Vorfahren einst im Hiwwelhaus in Alsweiler gelebt haben. Ähnlich ist es mit zahlreichen anderen Bürgern aus der Schaumberg-Region.

Die Lebensumstände der 1774 im Hiwwelhaus ansässigen Familie Laub hat Bernd Brill erforscht, er wird sie zu Beginn der Veranstaltung mithilfe außergewöhnlicher grafischer Darstellungen erläutern. Diese Familiengeschichte und zahlreiche andere Informationen zum Hiwwelhaus finden sich auch in einem historischen Magazin, das der Verein für Heimatkunde im vergangenen Jahr aus Anlass des 300-jährigen Bestehens des Hiwwelhauses publiziert hat und das bei der Veranstaltung erworben werden kann. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei. red