| 19:57 Uhr

Was tun, wenn Hochwasser droht?

Lauterbach-Hochwasser am 1. September 2015 nach einem kurzen, sehr starken Wolkenbruch. Familie Kräwer, die das Bild in ihrem Garten aufgenommen hat, wohnt in der Hauptstraße. ArchivFoto: Kräwer
Lauterbach-Hochwasser am 1. September 2015 nach einem kurzen, sehr starken Wolkenbruch. Familie Kräwer, die das Bild in ihrem Garten aufgenommen hat, wohnt in der Hauptstraße. ArchivFoto: Kräwer FOTO: Kräwer
Völklingen. Der saarländische Umweltminister Reinhold Jost (SPD) will die Kommunen unterstützen bei ihren „Daseinsvorsorge“-Aufgaben für die Bürger. Jetzt hat es dafür einen Flyer entwickelt mit Ratschlägen zum Thema Hochwasser. Doris Döpke

Hochwasser ist für Fluss-Anrainer der Schrecken schlechthin. Garten und Terrasse unter Wasser, nasse Keller, durchweichtes Mobiliar - davor möchte sich jeder schützen. Das ist freilich schwieriger geworden: Weil durch den Klimawandel Starkregen-Ereignisse häufiger eintreten als früher, steigen auch Gewässerpegel öfter und stärker, als man es einst kannte. So ist Hochwasserschutz wichtiger denn je.


Das saarländische Umweltministerium will den Bürgern, die in hochwassergefährdeten Gebieten leben, jetzt Tipps und Hilfen an die Hand geben, wie sie vorsorgen können, was im Fall des Falles zu tun ist und wo es Unterstützung gibt. Dazu soll ein Faltblatt dienen, das Ratschläge und Kontaktadressen zusammenfasst. Erarbeitet wurde der neue Flyer von einer Arbeitsgruppe aus Mitgliedern der Hochwasserpartnerschaften "Untere Blies" und "Mittlere Saar" sowie der internationalen Beratungsstelle für Hochwasserpartnerschaften (HPI) unter Federführung des Umweltministeriums.

Das Blatt ist als Vorlage gedacht, die die Kommunen durch regionale Informationen ergänzen sollen. Es besteht aus einem allgemeingültigen Teil und einem Teil, der spezielle Informationen aus der jeweiligen Kommune enthält. Den Entwurf haben alle saarländischen Kommunen erhalten mit der Bitte, die örtlichen Informationen beizusteuern und das Ganze dann zur abschließenden Bearbeitung ans Ministerium zurückzusenden. Die Kosten bis zur Erstellung der druckfähigen Vorlage trägt das Umweltministerium.



Drei Kommunen haben ohnehin schon eigene Infoblätter zum Thema. Zwölf weitere haben bisher vom Ministeriums-Angebot Gebrauch gemacht. Wie das Ministerium auf SZ-Nachfrage mitteilte, ist Völklingen bislang nicht dabei, trotz seiner regelmäßigen Nöte etwa mit dem Lauterbach. Großrosseln, mit geringerem Hochwasserrisiko, hat sich auch noch nicht um eine "Lokalisierung" des Ratgeber-Blattes bemüht. Im Regionalverband haben sich bis jetzt nur Saarbrücken, Kleinblittersdorf und Heusweiler mit den nötigen Daten gemeldet; dort wird es wohl bald spezielle Flyer für die Bürger geben.

Doch die übrigen Kommunen können noch nachziehen - das Ministerium hält seine Offerte weiter offen.