Fast jeder Gast ging mit Tüte nach Hause

Ludweiler · Eine Veranstaltung anderswo brachte Birgit Klos-Becker auf eine Idee: Die Beele's-Karnevalistin organisierte eine närrische Kostüm-Börse. Die Premiere am Sonntag in Ludweiler war bestens besucht.

 Wundersamer Identitätswechsel – Kostüm-Anprobe bei der karnevalistischen Börse in Ludweiler, von links: Kirsten Reichert, Renate Hippler, Uta Reichert, Lisa Duchene, Bärbel Schroeder, Elisabeth Duchene und Maren Matvos. Foto: Jenal

Wundersamer Identitätswechsel – Kostüm-Anprobe bei der karnevalistischen Börse in Ludweiler, von links: Kirsten Reichert, Renate Hippler, Uta Reichert, Lisa Duchene, Bärbel Schroeder, Elisabeth Duchene und Maren Matvos. Foto: Jenal

Foto: Jenal

Perücken, Plüsch und Paillettenbesatz - das, und alles noch möglichst bunt, war am Sonntagnachmittag auf den Tischen und Garderoben im Haus der Vereine in Ludweiler zu finden. Dort hatte die Karnevalsgesellschaft Die Beele's zur Kostümbörse eingeladen. 13 Anbieter hat Organisatorin Birgit Klos-Becker für diese Premiere begeistert und mehr als 100 Einkäufer interessiert. "Hier gab es so was bisher noch nicht. Ich habe bei Landsweiler eine solche Börse gesehen und sofort gewusst: Das ist auch was für uns", berichtet die überzeugte Karnevalistin, wie sie zur Kostümbörsen-Idee kam. Sie spricht aus Erfahrung: "Seit 29 Jahren mache ich jetzt Faasenacht, und mit den Gardekostümen habe ich bestimmt 50 Kostüme zuhause - da sammelt sich ganz schön was an, das füllt Schränke ."

Zeit also nun, die Schränke zu plündern. Auch für das Beele's -Prinzenpaar Tamara Kuhn und Pascal Forner. Gardekostüme haben sie im Angebot. Und ein besonderes Stück, das die amtierende Prinzessin selbst geschneidert hat. "Einen wunderschönen Venezianer", sagt Birgit Klos-Becker bewundernd.

Das Beele's-Netzwerk trägt zum Erfolg der Premierenbörse bei: "Es kommen auch viele Gruppen, die sich am Umzug beteiligen; sie sind auf der Suche nach Kostümen für die ganze Gruppe." Plüschige Mäuse und Frösche hat zum Beispiel Silke Duchene dabei. In echt zum Anfassen und auf Fotos abgelichtet, um zu zeigen, wie das jeweilige Gruppenbild dazu aussieht. Sie nimmt mit der Gruppe Iwwerzwerje an einigen Umzügen teil - entsprechend groß ist ihr Fundus.

Sie hat auch eine plausible Erklärung, warum es Kinderkostüme in besonders großer Zahl gibt: "Während die Erwachsenen ein Kostüm mal einige Zeit im Schrank verstauen und nach ein paar Jahren wieder anziehen, wachsen die Kinder ganz einfach raus."

Das Angebot ist breit gefächert: Indianer, Cowboy, Clown, allerhand Getier und Blaublüter. Viele sind einfache Kostüme von der Stange aus der industriellen Massenproduktion. Andere sind hochwertiger und aus besseren Stoffen. Und, wie bereits erwähnt, sind sogar viele Eigenproduktionen dabei. Dabei dominiert die Vereinsfarbe der Beele's, nämlich Violett.

"Dass wir so eine Börse machen, war von Anfang an klar, nur mit dem Termin waren wir uns nicht so einig", sagt Klos-Becker. Erst einmal wollte man es noch vor der Sessionseröffnung Mitte November versuchen: "Zumal ja obendrein am kommenden Samstag Halloween ansteht, da verkleiden sich ja auch einige." Den Erfolg ihrer Börse macht sie auch daran fest: "Fast jeder ist mit einer Tüte rausgegangen."