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Ein Spiel mit vielen Möglichkeiten

Ein Spiel mit vielen Möglichkeiten

Es ist das Topspiel der Fußball-Oberliga: Der SV Röchling tritt in Karbach an. Trainer Günter Erhardt hat alle Mann an Bord – und viele Optionen.

An die letzten Duelle mit dem FC Karbach denken die Oberliga-Fußballer des SV Röchling Völklingen nur ungern zurück. Drei Mal begegneten sich die Hunsrücker und die Hüttenstädter seit Karbachs Aufstieg 2015, drei Mal ging der SV Röchling in Front - und wurde spät noch abgefangen. Richtig bitter lief es beim letzten Gastspiel in dem kleinen Ort mit dem engen Fußballplatz auf dem Quintinsberg: Vor elf Monaten führte Völklingen bis zur 83. Minute mit 1:0, ehe Karbach dank zweier später Tore die Wende gelang. Es war für den SVR damals der Auftakt zu einer Negativserie, die das Team von Günter Erhardt sogar fast nochmal in Abstiegsnot gebracht hätte.

Vor dem Duell an diesem Samstag um 15.30 Uhr herrschen andere Vorzeichen: Völklingen ist mit 39 Punkten Dritter, darf genau wie Karbach, das mit 35 Zählern und einem Spiel weniger als Vierter folgt, sogar Richtung Aufstieg schielen. Ob die Regionalliga tatsächlich für einen der beiden zum Thema wird, bleibt abzuwarten. Heiß diskutiert wird es jedenfalls hüben wie drüben. Aktueller Stand: Unter den jetzigen Voraussetzungen eher nicht. Doch bis es soweit ist, tun sich vielleicht ja noch neue Optionen auf.

Optionen - davon hat Völklingens Trainer Günter Erhardt vor dem Topspiel so viele wie selten in dieser Saison. Alle Mann sind an Bord, wobei das 1:1 gegen den SC Hauenstein gezeigt hat, dass deshalb längst noch nicht alle in Topform sind. Etwa Stürmer Felix Dausend, der am vergangenen Sonntag in vorderster Front zum Zug kam, während seine Kollegen Dominic Altmeier und Marvin Wollbold auf der Bank saßen.

"Er hat letztes Jahr vielleicht zehn Spiele gemacht, das merkt man ihm halt an. Ihm fehlen die letzte Entschlossenheit und Dynamik", sagt Erhardt über Dausend. Ob der 28-Jährige in Karbach dennoch erneut beginnt? "Ich weiß noch nicht genau, wie wir spielen", gesteht Völklingens Trainer. Er feilt also noch an der geeigneten Offensivlösung, die das Hauptmanko aus dem Hauenstein-Spiel vergessen macht. Erhardt findet: "Wir waren da zu harmlos und fußballerisch nicht in der Lage, uns offensiv durchzusetzen." Deshalb könnte sogar Artur Schneider, der nach einer Innenbandverletzung größere Fortschritte macht als erwartet, in Karbach zur Option werden. Eines steht für den Trainer so oder so fest: "Wir schießen zu wenige Tore und können nicht davon ausgehen, dass Nico Zimmermann jedes Mal trifft." Defensiv wird Erhardt mit Blick auf Karbachs wuchtigen Stürmer Enrico Köppen (elf Tore) wohl umstellen und Moritz Zimmer als kopfballstarken Akteur statt Neuzugang Leon Heine ins Abwehrzentrum neben Rouven Weber beordern. Mit Sören Klappert wartet ein weiterer brandgefährlicher Stürmer. Beide gilt es in Schach zu halten. Generell sieht Erhardt einen harten Gang: "Das wird ein Kampfspiel. Da gilt es, die eigenen Chancen zu nutzen - und ich hoffe, es sind diesmal ein paar mehr."