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Der Kerwe-Hannes regiert in Ludweiler

Der Kerwe-Hannes regiert in Ludweiler

Zur Kirmes ist ganz Ludweiler auf den Beinen. Vereine, Ortsrat und Schausteller sorgen hier, beginnend mit dem Umzug, für ein richtiges Volksfest. Am Dienstagabend klingt das bunte Treiben mit einem Feuerwerk aus.

Er hatte am Samstagnachmittag bestimmt wieder seine lila Narrenkappe auf, blickte gütig auf den Friedrich-Ebert-Platz und bescherte Ludweiler einen sonnigen Kirmesauftakt. Der Herrgott, der nach Ansicht der örtlichen Karnevalisten ganz sicher "ein Beele's ist".

Schon in der Früh hatten sich die Arbeitsgemeinschaft (ALV) um den Vorsitzenden Rudolph Lavall und Ortsrat um Ortsvorsteherin Christiane Blatt in Vorfreude auf das Volksfest auf den Weg in den Ort gemacht. Es ist alter Brauch, mit Kerwe-Sträußen und Kerwe-Hannes bestückt von Geschäft zu Geschäft zu ziehen. Zum einen, um diese mit den Sträußen zu schmücken. Zum anderen, um Spenden zu sammeln. "Wie immer für Jugendfeuerwehr und Jugend-Brass-Band", wie Lavall informiert.

Klar, dass sich die Begünstigten auch beim Umzug durch den Völklinger Stadtteil beteiligen, dabei musizieren beziehungsweise beim Anbringen der Sträuße zur Hand gehen. Bei der Aktion kommt stets ein verlässlicher Betrag zusammen, wie der Vorsitzende der Brass-Band, Eric Gaastra, weiß: "Immer etwas mehr als 300 Euro für jeden, bei uns geht das Geld direkt in die Jugendkasse und ermöglicht unseren Nachwuchsmusikern mal einen Ausflug."

Exakt 350 Euro sollten es später jeweils sein, die Lavall vor dem Fassanstich überreichte. Dabei zapften Schausteller Heinrich Dörks, Ortsvorsteherin Blatt, Lavall und viele weitere kommunalpolitisch tätige Helfer fleißig das von Schaustellern, ALV und der Ortsvorsteherin spendierte Freibier aus dem gerade feierlich angeschlagenen Fass.

Auch Quetsche-Kuche (von Bäcker Peter Duchene gespendet) wurde bei diesem Auftakt reichlich gereicht. Für 20 Jahre Mitwirken bei der Ludweiler Kirmes ehrte die Ortsvorsteherin Schausteller Heiner Sonnier.

Nachdem die Brassband die Fahrfläche der Auto-Scooter zu ihrer Bühne gemacht hatte und Titel aus ihrem überwiegend rockigen Repertoire gespielt hatte, nahm das bunte Kirmestreiben seinen Lauf: Mit einem leckeren Kirmeseis von "Eis Hary", dem Wagen mit dem Eisbären in der Kulisse, über den Festplatz schlendern.

Dann eine flotte Fahrt mit dem Twister Blue Hawaii und es dann auf der Autoscooterbahn noch ein bisschen bei beatlastiger Musik krachen lassen. Auch die Kinder kommen bei der Kirmes auf ihre Kosten. Sie drehen ihre Runden im Pressluftflieger oder im Feuerwehrauto des Kinderkarussells.

Nach dem heiteren Wochenende ging die Kirmes am Montag weiter - und zwar mit einem Familientag, bei dem auf dem Festplatz ein Clown Tiere und Gegenstände aus Luftballons formen wollte. Weiter war Kinderschminken angesagt.

Den Dienstag hat Ortsvorsteherin Blatt traditionell zum Kindertag erklärt, dann lädt sie schon vormittags die Kinder der Kindergärten zum Kirmesbesuch. Am Nachmittag sind dann die Schüler der Ludweiler Schulen, aber auch alle anderen eingeladen, um zu vergünstigten Preisen das Kirmestreiben zu genießen. Gegen 21.45 Uhr sollte es dann am Dienstag dunkel genug sein, um das bunte Feuerwerk zum Kirmesabschluss zu bestaunen. Die Gewerbetreibenden und die Schausteller haben zusammengelegt, damit es dabei ordentlich kracht und funkelt.