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Um die Nachhaltigkeit will er sich persönlich kümmern
„Bin Bürgermeister mit Leib und Seele“ 

 Sulzbachs  Bürgermeister Michael Adam  Foto: Robby Lorenz
Sulzbachs Bürgermeister Michael Adam Foto: Robby Lorenz FOTO: Robby Lorenz
Sulzbach. Michael Adam tritt in Sulzbach wieder an. Und widerspricht Gerüchten über andere berufliche Pläne in naher Zukunft. Von Michèle Hartmann

Angesichts der Steingärten  ohne Grünzeug, die mehr und  mehr vor Häusern zu sehen sind, reift gerade eine Idee in ihm. Einen Preis könnte man ausloben, sagt Michael Adam (CDU), einen Preis für die Rekultivierung solcher Steingärten. Wenn ein Eigenheimbesitzer also die Ödnis wieder entfernt und etwas tut für die summende und brummende Tierwelt – etwa durch eine bunte Blumenwiese.  „Aufgescheucht durch das Bienensterben, ist Nachhaltigkeit ein ganz  wichtiges Thema für mich“, sagt der Bürgermeister, der nach triumphalem Stichwahlsieg  (59,4 Prozent der Stimmen) am 1. Oktober 2010 ins Sulzbacher Rathaus einzog. Gerüchten, die sich hartnäckig halten, tritt er indes mit aller Entschiedenheit entgegen. Dass er in naher Zukunft Richtung Landesregierung wechsele, sei mitnichten sein Ziel. „Ich bin Bürgermeister mit Leib und Seele“, sagt der 50-jährige, im Stadtteil Neuweiler wohnende Ehemann und Vater von vier Töchtern im Alter von 12 bis 18 Jahren. Hier, in der Salzstadt, sei er „familiär geerdet und verwurzelt“. Die bisherigen Jahre im Amt seien sehr schnell vergangen, es sei „eine spannende Zeit mit vielen Begegnungen und Projekten“ gewesen, und deshalb habe er sich für eine erneute Kandidatur entschieden.


Sehr wichtig, so betont er, sei ihm auch die „Bildungslandschaft“. Wobei er zum Kita-Zentrum in Neuweiler steht, das für alle Jungen und Mädchen per Bus erreichbar sei. Dieses wurde beziehungsweise wird gerade ausgebaut für mehr Gruppen und mehr Aktivitäten. „Teilhabe aller Kinder an Bildung“, das sei das Ziel, das im Vordergrund stehe – inklusive musikalischer Früherziehung, „dies ist eines meiner Zukunftsprojekte“.  Es läuft hinaus auf einen singenden, klingenden Kindergarten in Kooperation mit der örtlichen Musikschule.

Wichtig sei ihm auch, die Waldschule „baulich in die Zukunft zu führen“; die Stadt als Schulträger werde die Einrichtung und das Umfeld an die heutigen Bedürfnisse der Kinder  und Pädagogen anpassen. Die vorbereitenden Arbeiten würden dieses Jahr schon über die Bühne gehen.



Der Mann im Chefsessel des Rathauses  möchte überdies in einer neuen Amtszeit „ein echtes Seniorenzentrum“ einrichten, das sowohl Hilfestellung in vielen Bereichen  anbietet als auch Möglichkeiten der Teilhabe am Gemeinschaftsleben für diejenigen, die noch mobil bis topfit sind und tatendurstig jeden Tag in Angriff nehmen möchten. Mit Einführung des Ringbusses in Sulzbach vergangenes Jahr sei ja auch schon für ein gutes Stück Mobilität im Hinblick auf die ältere Generation gesorgt worden.

Um noch einmal auf die Nachhaltigkeit zurückzukommen, erinnert Adam an die „Waldwerkstatt“, die  2018  am Forsthaus Neuweiler Premiere feierte. Dort kamen unzählige Kinder mit Natur pur in Berührung. Die Fortsetzung soll folgen.