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Sprechzeiten bei der Dudweiler Polizei

Im Stadtbezirk hat sich was verändert : Sprechstunden im Dudweiler Polizeiposten

Leiter der Polizei-Inspektion Sulzbach erläuterte dem Bezirksrat die strukturellen Veränderungen.

Vor rund vier Wochen griff im Land eine weitere Strukturreform der Polizei. „Im Rahmen dieser Umorganisation sind einige Polizeiposten auf der Strecke geblieben“, wie Bezirksbürgermeister Reiner Schwarz bei der jüngsten Sitzung des Bezirksrates erklärte. Um zu erläutern, was sich genau für den Polizeiposten in Dudweiler ändert, hatte man Hans Peter Komp eingeladen. Er ist der Leiter der Polizei-Inspektion Sulzbach. Ihr ist Dudweiler unterstellt. In dem Gebäude seien zentrale verkehrspolitische Maßnahmen für das gesamte Saarland untergebracht, wie Komp einführte. „Für die Sachbearbeitung sind genau fünf Beamte zuständig, die bis vor Kurzem Früh- und Mittagsdienst gemacht haben“, führte er aus. Das bedeute, im Falle einer Meldung an die „110“ wird man in der Regel nach Sulzbach weitergeleitet, sollte niemand vor Ort in Dudweiler sein. Sollte in Sulzbach auch niemand erreichbar sein, geht der Ruf an eine andere Dienststelle, beispielsweise nach St. Ingbert oder Saarbrücken.

„Man darf im Moment nicht davon ausgehen, dass die Kollegen in Dudweiler alles tun, was in Dudweiler anfällt“, fasste Komp zusammen. Dass es im Stadtbezirk nach der Reform nun Sprechzeiten gebe, lese sich „im ersten Moment etwas erschreckend“. Diese, so teilte er mit, seien wie folgt: montags und dienstags von 10 bis 15 Uhr, mittwochs von 8 bis 12 Uhr, donnerstags von 14 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr. „In diesen Zeiten ist mindestens ein Kollege da, der keine anderen Tätigkeiten verrichtet, die ihn davon abhalten, einem Bürgerbegehren zu entsprechen“, so Komp, „das hatten Sie vorher nicht.“

Bisher hätte es vorkommen können, dass man bei einem Anliegen mit Kollegen in Sulzbach gesprochen habe. „Für mein Verständnis sind diese Sprechzeiten-Regelungen sowohl gut für uns als auch gut für Sie“, sagte Hans Peter Komp. Denn nun würde kein Kollege mehr abgezogen. Dies sei vorher vorgekommen, wenn jemand beispielsweise raus musste, um kleinere Vorfälle wie Autounfälle aufzunehmen. Diese Regelung gelte, solange das Gebäude besteht und könnte sich erst dann ändern, wenn die Polizei in weiterer Zukunft woanders hinziehe, etwa in die Nähe des Bürgerbüros. Mit solchen Sprechzeiten habe man in anderen Polizeiposten wie in Friedrichsthal oder Quierschied bereits gute Erfahrungen gemacht.

„Ich fühle mich wohl und behütet“, sagte Ralf-Peter Fritz, Vorsitzender der CDU-Fraktion. Dem Bericht entnehme er, dass sich für die gefühlte Sicherheit in Dudweiler nichts ändere. Berichte aus erster Hand seien besser als Gerüchte, wie sein SPD-Pendant Jörg Sämann zustimmte. Er selbst musste im Frühjahr zum Polizeiposten Dudweiler und habe festgestellt, dass die Kollegen dort „absolut hilfsbereit“ gewesen seien. Auch wenn er in diesem Fall mit jemandem aus Sulzbach gesprochen habe. Mirko Welsch, Bürgerbündnis Saar, lobte die „recht gut ausgewogenen Öffnungszeiten“, obwohl bei ihm nach ersten anderslautenden Berichten „die Alarmglocken geschrillt“ hätten.