| 21:03 Uhr

Tischtennis
Saarland hinkt deutscher Spitze hinterher

Leon Roskothen vom TTC Lauterbach und Kevin Qu vom TTC Oberwuerzbach gingen im Doppel für die Saar-Auswahl an die Platte.
Leon Roskothen vom TTC Lauterbach und Kevin Qu vom TTC Oberwuerzbach gingen im Doppel für die Saar-Auswahl an die Platte. FOTO: Peter Franz
Saarbrücken. Hessen hat sowohl bei den Mädchen als auch bei den Jungs den Tischtennis-Deutschland-Pokal der Altersklasse U 18 in Saarbrücken gewonnen. Die Saar-Auswahl trat nur in der männlichen Konkurrenz an. Sie belegte Rang 13. Von Jonas Grethel

29 Mannschaften à vier Spieler. Dazu Trainer, Funktionäre und insgesamt 22 aufgebaute Tischtennisplatten – beim Deutschland-Pokal der Altersklasse U 18 am vergangenen Wochenende war in der Multifunktionshalle der Hermann-Neuberger-Sportschule in Saarbrücken einiges los. Über zwei Tage hinweg, am Samstag und am Sonntag, maßen sich die besten unter 18 Jahre alten Talente Deutschlands. Am Ende stand mit der Auswahl aus Hessen ein verdienter Sieger – sowohl bei den Mädchen als auch bei den Jungen.


„Im Doppel am Schluss hatten wir ein paar Probleme. Deswegen ist es umso überraschender, dass wir das Finale so klar gewonnen haben“, sagte Fan Bo Meng vom TTC Fulda-Maberzell, der als Nummer eins mit der Hessen-Auswahl einen 4:0-Sieg im Endspiel gegen Niedersachsen eingefahren hatte. Nachdem die Hessen in der Vorrunde überraschend mit 3:4 gegen den späteren Finalgegner verloren hatten, gab es ein paar taktische Änderungen – und schon lief es.

„Nach der schlechten Gruppenphase haben wir uns alle noch mal gesteigert und richtig Druck auf die anderen gemacht. Das hat sich zum Glück ausgezahlt“, sagt Meng, der beste Ranglisten-Spieler.



Bestes Mädchen ist Franziska Schreiner vom TV Hofstetten. Die aktuelle Landesmeisterin dominierte mit der Bayern-Auswahl die Vorrunde. Es gab Siege gegen die Mannschaften der Verbände aus Berlin, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen – jeweils mit 4:0. Schreiner wusste mit ihrer Mannschaft  auch in der Zwischenrunde zu überzeugen. Wieder hieß es zweimal 4:0 – diesmal gegen das Rheinland und Baden-Württemberg. Im Finale warteten die Hessinnen, die zuvor ebenfalls fünfmal mit 4:0 gewonnen hatten. Und sie besiegten die Bayern-Auswahl mit 4:2. Platz drei belegte Titelverteidiger Baden-Württemberg.

Auf diesen Platz kam die Mannschaft aus dem Südwesten auch bei den Jungs. Einen eher schwarzen Tag erwischte dagegen der Titelverteidiger Nordrhein-Westfalen, der bei den Jungen auf Rang sechs und bei den Mädchen nur auf Platz sieben landete.

Und das Saarland? Das trat bei den Mädchen mangels konkurrenzfähiger Spielerinnen in der Altersklasse U 18 nicht an und landete bei den Jungs auf dem 13. Platz. „Wir haben uns ein bisschen mehr erhofft“, gab die Nummer eins der Saarländer, Kevin Qu vom TTC Oberwürzbach, zu: „Mit ein bisschen Glück hätten wir auch Platz zehn machen können. Aber die wichtigen Spiele sind heute einfach verloren gegangen.“ So zum Beispiel die Partie gegen die Rheinländer, die in der ersten Zwischenrunde mit 3:4 an die Gäste ging. Vorher hatten die Lokalmatadore in der Gruppenphase die Mannschaft aus Bremen mit 4:1 besiegt. Die beiden 2:4-Niederlagen gegen Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt kosteten aber die Qualifikation für die K.o.-Phase.

„Die vordere Hälfte ist bei der Jugend immer bestimmt von den besten acht Mannschaften. Aber dahinter können wir mitspielen. Das muss unser Ziel für die nächsten Jahre sein“, sagt Erik Roskothen vom Saarländischen Tischtennis-Bund, der den Deutschland-Pokal veranstaltet hatte. „An diesem Wochenende sollte es aber einfach nicht sein.“

In der Trost-Runde gab es für die Saar-Auswahl dann noch zwei Siege – erst einen 4:1-Triumph gegen Hamburg und dann das 4:3 gegen Brandenburg, das den saarländischen Jungs eine Art Trostpreis war. Deswegen lautet Kevin Qus Fazit: „Wenn die Mannschaften ungefähr gleich gut sind, kommt es immer auf Glück und Tagesform an – aber ich denke, wir haben uns trotzdem gut geschlagen dieses Wochenende.“